Sonntag, 15. September 2019

Sobald man bloggt ...

Intervallzeit gestern: 8.30 - 19 Uhr :(
Intervallzeit heute: 10.20 Uhr - 16.10 Uhr

Ja, ja, sobald ich denke, "hey, das läuft gut!" und wieder Lust zu bloggen bekomme, stagniert umgehend die bisher flüssige Gewichtsabnahme und dann verstoße ich auch noch heftig gegen die Intervallzeiten.
Natürlich habe ich eine gute Ausrede.
Die habe ich doch immer.
Also, während ich gestern Mittag mit Naweed am Tisch saß und sein Bohnengericht löffelte, kam Flo an den Tisch geschlichen und jaulte leise vor Schmerzen. Landleben sei Dank, ist die nächste Notaufnahme gut 30 km entfernt und dort erfuhren wir dann, dass es - für mich - etwas Neues gibt. Mein albanischer Mitbewohner war kein Fall für den Notarzt, sondern für die im Krankenhaus befindliche Anlaufpraxis, die aber erst ab 17 Uhr wieder geöffnet sei.
Es war irgendwas nach 14 Uhr und irgendein eingeklemmter Nerv hatte dafür gesorgt, dass Flo jede einzelne Kurve oder Unebenheit auf der Straße wieder jaulen ließ. Ganz vom Ein- Aussteigen und Anschnallen zu schweigen ...
Es verbot sich also von selbst, noch einmal nach hause zu fahren, mir noch ein leckeres Essen zuzubereiten - Naweeds Bohnen sind lecker, halten aber nicht wirklich lange vor - und dann wieder in die Anlaufpraxis zurückzukehren.
Hm, ich hätte ihn dortlassen und alleine fahren können, aber dazu bin ich doch eine zu arge Glucke.
Ich wohne mit 2 Jungs zusammen - einer aus Afghanistan, einer aus Albanien.
(wie es zu unser WG kam ist eine gaaanz andere Geschichte)
Und da ich über 50 und die beiden gerade mal 21 sind, meine eigenen Kinder aus dem Haus sind und studieren, beglucke ich eben die beiden. Dieses "Beglucken" ist mittlerweile übrigens auch mein Beruf.
Minderjährige bevormunden und dafür auch noch bezahlt werden - cool :)
Jedenfalls landeten wir beide in der Krankenhaus Cafeteria, wo ich zumindest größere Mengen Kaffee zu mir nahm, aber den Rest der Speisekarte für mich ablehnte. Es gilt ja nicht nur die Kilos loszuwerden, sondern auch die Diabetes und so sind weder Torten, Eis noch Kartoffelsalat mit ... oder Brötchen mit ... auf meinem Speiseplan.
Als wir dann viel, viel (viel!) später nach hause kamen, hatte ich Hunger.
Aber wie!
Also bereitete ich mir noch wie geplant - nur eben für viel früher - mein Gemüse mit Ziegenkäse zu und dann auch noch einen Nachmittagskaffee. Dafür habe ich dann heute auch meinen ersten Kaffee auf 10.20 Uhr verlegt.
Das Opfer war sooo groß nicht, denn ich habe mich einfach noch einmal rumgedreht und noch ein Ründchen länger geschlafen als sonst. Die Waage zeigte mir dann ein 102,8.
Schon klar, dass ich der Zweistelligkeit entgegen fiebre, aber irgendwie befinde ich mich auf einer Bremsspur.
Während in den ersten Wochen zuverlässig 1-2 Kilos verschwanden, doktor ich jetzt schon über eine Woche an der 102 herum.
Ich weiß, dass man sich nicht ständig wiegen soll, weil einen solche Plateaus demotivieren - die Theorie beherrsche ich.
Es ist die Praxis, die anders aussieht.
Mein Hausarzt hatte auch die Idee, mich zur Ernährungsberatung zu schicken und ich konnte glaubhaft versichern, dass ich selbst als Ernährungsberaterin arbeiten könnte. Übrigens kenne ich auch nur übergewichtige Ernährungsberaterinnen.
Vermutlich liegt das daran, dass sich kaum jemand derart für richtige Ernährung interessiert, wie übergewichtige Frauen ...
Zuletzt habe ich einige Hörbücher zum Thema Ernährung goutiert.
Empfehlen kann ich den Ernährungskompass von Bast Kast als Hörbuch (als Hörbuch, weil ich die gedruckte Ausgabe schlicht nicht habe und mich daher nicht dazu äußern kann)
Der Sprecher ist angenehm, Bas Kast verkauft seine Erkenntnisse nicht als einzige und für immer zementierte Wahrheit, sondern begründet nachvollziehbar, warum er derzeit der Meinung ist, dass das und das und Blaubeeren! gerade die sinnigste Ernährung zu sein scheinen.
Er entscheidet sich nicht für Low Fat oder Low Carb, sondern dass es eben verschiedene Bedürfnisse und daher auch verschiedene optimale Ernährungsweisen gibt, wobei mir einleuchtet, dass es bei mir derzeit ganz klar Low Carb mit Schwerpunkt Brokkoli und gesundes Fett ist :)
Bas Kast ist ein großer Fan gesunder Fette - vielleicht mag ich ihn deshalb so?
Er rät zur täglichen Avocado und in meinem Schrank findet sich neben gesundem Olivenöl nun auch noch Weizenkeimöl, Omega3 Öl, Schwarzkümmelöl, Leinöl und Kokosöl, was ich mir im munteren Wechsel über meine Salate oder Gemüse kippe.
Evtl. sollte ich hier langsam etwas über die Dosierung nachdenken, um die Pfunde wieder zum Purzeln zu bringen.
Evtl. sollte ich aber auch den Punkt "Bewegung" wieder ernster nehmen.
Jetzt allerdings sollte ich mich dem Ablagestapel widmen, den ich gestern schon in Angriff nehmen wollte.
Ach ja - bei Instagram findet Ihr in meinem nun umbenannten Saftkur-Account die aktuellen Bilder:
https://www.instagram.com/intervallfasten_168/






Freitag, 13. September 2019

Lust auf Intervallfasten?

Hey, liest hier noch jemand mit?
Vor Monaten hatte ich hier meine alten Beiträge gelöscht, irgendwann halbherzig etwas Neues begonnen und als ich jetzt mit viel Herzblut wieder einen Neubeginn hinlegte, habe ich erst mal nicht bloggen wollen.

Toller Einstieg.
Liest jetzt noch irgendjemand mit?
Also:
meine Gesundheit hat ganz offiziell gestreikt.
So mit Notarzt, ernsten Gesprächen, offiziellen Diagnosen und der Einsicht, dass ich ganz viel Glück hatte, mich nicht in einen sabbernden Pflegefall verwandelt zu haben.
Mein Arzt sagte, ich solle nun Intervallfasten und wenn mein Arzt das sagt, dann mache ich das.

Intervallfasten habe ich immer abgelehnt, da ich es meiner Meinung nach keinesfalls aushalten würde.
Morgens brauche ich meinen Kaffee mit Milch und abends habe ich Heißhunger.
Intervallfasten ist also nichts für mich.
Saftfasten war genau "mein Ding", wenn ich zu meinen Dingen kam ... aber nun war ich zwar hochmotiviert, musste aber einsehen, dass in Säften, so wie ich sie zubereitet habe (mit hohem Apfel-Anteil) für meine Diabetes eher ungut waren und reine Gemüsesäfte ... igitt!

Die Notarztepisode hat dies verändert - ich brauche ab 16.30 Uhr nur daran zu denken, WIE schlecht es mir ging und schon ist Wasser oder Tee auch ganz gut ...
Mal schauen, wie lange das anhält.
Seit dem 18.07. hält es an und die ersten knapp 13 kg sind nun weg.
Die kg selbst sind diesmal gar nicht so wichtig - eher mein Diabetes Wert und mein Blutdruck.
Beides gewillt, mir das Leben zu versauen.
Obwohl:
der Arzt war regelrecht überrascht, dass meine Diabetes lediglich bei 8,2 lag - das hatte er höher erwartet - so 14, meinte er freundlich. Er wollte mich auch gerne krankschreiben und auf Kur schicken, was mangels Arbeitgeber und passender Versicherung nicht drin ist.
Freiberufler ... Selbständige ... gehen nicht so oft auf Kur, fürchte ich.
Jedenfalls solche nicht, die noch Unterhalt für studierenden Nachwuchs zahlen und so in Sachen Fixkosten bei der Krankenversicherung eher geizig sind.

Auch das motiviert mich ab 16.30 Uhr:
ein ganz ganz billiges Pflegeheim müsste es werden!

Montag steht der nächste Arztbesuch an.
Im Vergleich zum Juli geht es mir nun "Bombe" und ich hoffe, dass sich das mit der Diabetes schon so weit geändert hat, dass mir nicht wieder Metformin empfohlen wird. Die kann ich einfach nicht nehmen, da die mein verstorbenes Väterchen genommen hat.
Geht einfach nicht.
Ich gehe ganz viele Schritte jeden Tag, damit ich die Dinger nicht kaufen muss.

Ja, evtl. albern.