Worum es hier geht

Freitag, 30. September 2016

Mit dem Staubsauger das Leben in den Griff bekommen ...

gefastet: 76 Tage
Gewicht: 91,9 kg = -18,2 kg


Manchmal kann Staubsaugen das ganze Leben wieder auf die Reihe bringen ...

Die letzten Tage hing ich durch.
Der September brachte zu viele Endgültigkeiten mit sich.
Wir empfinden Väterchens Tod irgendwie nicht wirklich als Erleichterung, sondern eher als Verlust, obwohl uns die Demenz unaufhörlich und unerbittlich schon so viel von ihm genommen hatte.

Was den Tod angeht, stehen plötzlich wir in vorderster Reihe.
Keine "schützenden" Großeltern oder Eltern mehr, die vor uns dran wären, wenn alles der Reihe nach ginge.

Ups, habe ich jetzt ernsthaft meine Mutter vergessen?
Insgeheim bin ich davon überzeugt, dass sie mich überlebt.

Auch sah ich mich halt immer joggen.
Erst mal Gewicht verlieren und dann wieder joggen.
Letztes Jahr hatte ich doch schon so gut wieder begonnen und war mit meinen Intervallen so weit, dass es zum Greifen nah schien, dass ich wieder längere Strecken am Stück - nicht schnell, aber - joggen würde.
Aber joggen ist Mord an meinem Knie und glaubt mir, mein Knie ist wehrhaft und im Gegensatz zum letzten Herbst laden mich sanfte Abhänge nicht im geringsten ein, in einen Laufschritt zu verfallen.
Eher humple ich wie Edgar in den MIB.
(Die Riesen-Kakerlake, die sich den Körper von Edgar übergezogen hatte ...)


Ok, ich werde nicht mehr joggen.
Nie mehr!
(oooooh!)

Gestern begegnete mir eine Frau auf der Hunderunde, die ich schon oft getroffen habe.
Sie hat "den Krebs besiegt", wie ich von einer Bekannten weiß und kaum war sie wieder einigermaßen gesundet, nahm sie ihr Lauftraining wieder auf.
Sie läuft und läuft und man trifft sie dauernd in genau diesem Wald.
Letzten Herbst hatte ich Tagträume, wie sie mich mal nicht mehr überholt ... sondern ich sie ... und gestern schubste mich die Begegnung mit ihr anschließend wieder in die Badewanne.

Das Leben ist gemein!

Aber irgendwann, während ich da so im Schaum schaukelte, kam mir der Gedanke, dass das doch auch ganz schön öde ist, in dem immer gleichen Wald die immer gleichen Runden zu drehen!
(ich mache das mit den Hunden auch, aber mit Hunden ist das ja was total anderes!)
(und meine Hunde fanden meine Joggerei eh immer doof)

Viel besser sind Radtouren!
Genau:
nächstes Jahr motze ich mein Fahrrad wieder auf, besorge mir so einen Träger, den ich hinten am Auto befestige und dann kann ich mit dem Rad die tollsten Radtouren sonstwo machen!
(nach/vor den Hunderunden ... wann ich im nächsten Jahr noch arbeiten will, ist ungewiss ...)

Aber immerhin habe ich wieder nette Tagträume.
Radtouren :)
sind besser, als
nie mehr Joggen :(

Und hatte ich gestern noch ein vages "mir wächst einfach alles über den Kopf"-Gefühl, griff ich dann heute nach 2 Tagen Abstinenz wieder zum Staubsauger und schon sieht die Welt ganz anders aus.
(wenn man 2 große, haarige Hunde und 2 alte, haarige Katzen hat, ist das so ...)

Auch die Waage war auf meiner Seite und ließ mich die nächste Flasche auf die Fensterbank stellen:




Alles gut,
bis auf Knie:
Knie schmerzt.
Doofe Knie!

Kommentare:

  1. Richtig. Immer einen Plan B In der Tasche haben. Bei mir war der Plan B dann sogar ein E-Bike. Wir wohnen allerdings auch in einer Gegend, in der selten mal ein Kilometer ohne Steigung zu bewältigen ist.
    Tut meinem Knie sehr gut!

    Schau mal, ob bei euch Aquafitness angeboten wird. Das ist wirklich gelenkschonend. Ich meine damit nicht Wassergymnastik.

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  2. Richtig. Immer einen Plan B In der Tasche haben. Bei mir war der Plan B dann sogar ein E-Bike. Wir wohnen allerdings auch in einer Gegend, in der selten mal ein Kilometer ohne Steigung zu bewältigen ist.
    Tut meinem Knie sehr gut!

    Schau mal, ob bei euch Aquafitness angeboten wird. Das ist wirklich gelenkschonend. Ich meine damit nicht Wassergymnastik.

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)