Worum es hier geht

Freitag, 2. September 2016

die entfloppte Mutti

gefastet: 48 Tage
Gewicht: 95,9 kg = -14,2 kg
Sport: Hunderunde


Dienstag habe ich wieder eine Folge von "extrem schwer" gesehen und sie sehr sehr gruselig und lachhaft gefunden.
Allerbeste Unterhaltung also ...
Wer hat sich das wohl ausgedacht, eine dicke Frau mit 36 kg Schokolade zu behängen und dann ein wenig in einer doofen Halle hin und her gehen zu lassen?
Und warum?
Da muss ein Team von Leuten zusammen gesessen haben um die Frage zu erläutern, wie man 36 kg Schokolade so bündeln kann, dass man sie an eine dicke Frau hängen kann.
Und dann war irgendjemand ernsthaft damit beschäftigt, die Schokoladentafeln aneinander zu pappen und ...
Und was sollte das jetzt bringen?
Ich bin ja, wie man an meinen Wasserflaschen sieht, durchaus ein Fan davon, Dinge zu visualisieren und natürlich stellte ich mir umgehend kichernd vor, man hätte die arme Frau mit all dem Wasser behängt, das sie in einem Jahr so trinkt.
Also, 3 Liter am Tag - wir können froh sein, dass sie nicht unter 1.095 kg Wasser begraben wurde.

Krönendes Finale der Sendung war dann, dass man sie in Begleitung eines Kamerateams zur Klapse brachte, weil sie einfach nicht auf die tolle Ernährungsumstellung auf Neandertaler-Food ansprang.
Nein, völlig überrascht und ehrlich überfordert, stellte Felix Klemme fest, dass diese dicke Frau eine Essstörung hat - Binge eating disorder.
Sie suchen gezielt Kandidaten, deren Gewicht um die 200 kg liegt und die bereit sind, sich öffentlich demütigen zu lassen.
Was für eine Überraschung, dass diese Menschen gelegentlich eine kleine Macke haben.

Ich liebe Diät-Trash-Sendungen und habe sämtliche Folgen des amerikanischen Originals der Sendung gesehen.
Chris Powell hat da ja schon ein paar Jahre Vorsprung und in diesem Jahr gab es keine weiteren Folgen seines Formats - bei den Amis ist die Luft wohl raus und die erstaunliche Verwandlung eines sehr dicken Menschen in einen kurzzeitig schlankeren Menschen lockt einfach nicht mehr so viele Leute vor den Fernseher.
Und das, wo Chris Powell echt Charme hat und eine Energie versprüht, dass man das Gefühl hat, seine reine Anwesenheit würde auch die Kalorien im eigenen Körper mit verbrennen.
Selbst der "biggest loser" scheint auf der Kippe zu stehen - zu stark und zu oft ist nun durchgesickert, mit wie viel Fake und Schmuh die Sendung produziert wird und dazu kommen nun 10 Jahre Biggest Loser Teilnehmer, die allesamt wieder dick geworden sind - meist noch dicker als vor der Biggest Loser Teilnahme.

Ich bin gespannt, wie lange sich diese Formate noch in Deutschland halten.
Irgendein "Pärchen-Format" wurde zwischendurch mal eben vom Sendeplatz geschmissen, weil es keiner sehen wollte und die "Extrem Schweren" kommen auch schon extrem spät.
Felix Klemme hat aber auch die Ausstrahlung einer Scheibe Knäckebrot.
Während Chris Powell so etwas absolut Mitreißendes hat, das einen kurzzeitig glauben lässt, er könne tatsächlich irgendwas bewirken, muss ich bei Herrn Klemme automatisch an "Schlank im Schlaf" denken.
(ich weiß, einige schwören drauf, aber ich fand den Namen immer schon zu lustig, um mich je ernsthaft damit zu befassen)

Tja, und ich?
In 12 Tagen wären meine 60 Tage Saftfasten um, aber ich habe mich schlau gelesen, was andere Saftfaster angeht.
Ein paar Saftfaster haben einfach weiter durchgezogen - und genau das werde ich auch tun.
Mir geht es mit dem Saft so gut, dass ich einfach noch eine ganze Weile dabei bleiben werde.
Nächste Woche schaue ich mal bei meinem Arzt vorbei - (und zeige ihm dann auch mal mein Knie) - und lasse mich beraten, wie ich mich vor irgendwelchen Schäden durch Mängel schützen kann.
Langfristig möchte ich keine Ernährungsumstellung auf irgendeine der gängigen Religionen vornehmen.
Schlicht und ergreifend aus dem Grunde, dass ich sie vermutlich alle schon ausprobiert und auch an allen schon gescheitert bin.
Ich werde es wohl so halten, wie andere, die sich selbst ein bestimmtes Limit setzen, bei dem dann wieder der Entsafter in die Küche gestellt wird, denn der Gag ist, dass immer mehr Stimmen laut werden, wie gesund das Intervall-Fasten ist.
Es muss jeder seinen eigenen Weg finden.
Meiner ist eindeutig das Fasten.

Beinahe hätte ich behauptet, dass ich mich mittlerweile auch mit der Tatsache versöhnt hätte, dass ich meinen letzten Abnahme-Erfolg in Grund und Boden "gejojot" hätte. Da ich aber nur noch 2,4 kg von dem Stand entfernt bin, den ich schon mal erreicht hatte, ist das keine Versöhnung, sondern eher eine Wiedergutmachung ...
Die 95 ist wohl eine meiner "magischen" Grenzen und sie wiederzusehen (hinter der Komma-9) tut gut.

In 2 Wochen kommt meine Prinzessin wieder nach Hamburg und der Gedanke, sie nun wieder "entjojot" am Schiff abzuholen, tut mir irrsinnig gut.
Entfloppte Mutti ...


1 Kommentar:

  1. Was macht ein Jojo, wenn man es nicht wieder hochreißt, sondern entspannt in der Hand hält?

    LG

    Dea

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)