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Donnerstag, 18. August 2016

Kleine Torte statt vieler Worte ...

gefastet: 33 Tage
Gewicht: 98,4 kg = -11,7 kg
Sport: Hunderunde


Gestern die Torte zu machen und nicht zu essen, war überhaupt kein Problem.
Ich habe die Creme-Schüssel "ausgeleckt", hätte aber noch nicht mal Lust auf ein ganzes Stück Kuchen gehabt.
Also, tagsüber nicht.

Dafür hatte ich mir einen sehr leckeren, aber unfotogenen Saft quer durch den Garten gemacht.
Fallobst, wie Birnen und Äpfel eingesammelt, Hagebutten gepflückt, Blätter vom Weißdorn, Knöterich, Brennnesseln und Löwenzahn gepflückt und dazu noch blaue Trauben und Sellerie entsaftet.

Ich war gerade fertig, als meine beiden "Warmduscher" kamen.
Zwei blutjunge Dänen.
Irgendwie musste ich leise grinsen, welchen Eindruck die wohl von der wirren Alten hatten, die mit einem Rudel Haustiere zusammenlebt und ein seltsam schlammbraunes Gesöff zu sich nimmt.
Es war aber Kuchen übrig geblieben, der ihnen eindeutig schmeckte.

Für 2 Tage hatte ich eine kleine euphorische Phase - ein Gefühlshoch, weil der entrümpelte Kleiderschrank Spaß macht und weil ich auf der Waage nur noch zweistellig bin.

Das ist bereits wieder verflogen.
Nicht, dass ich jetzt völlig frustriert bin oder so, aber mir dämmert, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis ich eine bleibende Zufriedenheit erreiche.

Mir ist wieder ein Scherz eingefallen, den mein Väterchen in meiner 1. Schwangerschaft gemacht hat, als mein Gewicht über die 60 Kilo-Grenze gerutscht war (ja, ich war als Jugendliche/junge Erwachsene eher schlank) und ich mich unglaublich dick fühlte.
Über 60! kg ...
Der Scherz war nicht schlimm, aber er führt dazu, dass ich bei meinen Kindern möglichst darauf achte, ihre Schönheit, Intelligenz etc. zu preisen und wenn ich um Kritik gebeten werde, formuliere ich, dass ein Kleidungsstück zu eng/unvorteilhaft ist - wenn es sein muss - und keinesfalls je ungebeten.

Es gibt nichts Nervigeres, als Leute, die Freude daran haben, anderen Illusionen zu rauben und gegen ihre grauen Wahrheiten einzutauschen.

Mein Knie nervt.
Und - schön, dass ich wieder in mehr Hosen passe, allerdings habe ich in den engeren Hosen jetzt wieder einen ziemlichen Rettungsring, der sich wenig dekorativ über dem Hosenbund ballt.
So zupfe ich wieder dauernd an der Hose herum, aber nach wenigen Schritten hat sich der Bauch wieder fröhlich über den Bund gewobbelt.
"Muffin Top"
Weitere Hosen rutschen - passende Hosen führen zum Rettungsring, der für Dritte aussieht, als sei die Hose zu eng.
Zupf zupf zupf

Glücklicherweise konnte ich meinen inneren Griesgram noch im Zaum halten, bis die beiden Warmduscher mir geholfen hatten, eine völlig überladene Schubkarre mit Gartenschnitt zum Abfallhof zu schieben und Filznoppen unter meinen Esstisch zu pappen, so dass ich ihn jetzt einfacher schieben kann.
Mir dämmert, dass ich nicht mehr einfach warten sollte, bis jemand mit anpackt, um die Böden zu wischen ...

Und ganz unwillkommen ist der Griesgram auch nicht, denn er macht mich bei der Arbeit recht effizient.
Grummelnd packe ich einen ganzen Berg krams an, den ich schon eine Weile vor mir herschiebe.
Unkreativer Fließbandkram - erstaunlich, wie viel ich davon derzeit schaffe.

Und nebenbei fülle ich meine Flaschen ab:


1 Kommentar:

  1. Orrrr .. das Hosen-Dilemma! Das habe ich auch gerade! Jeans in 36 sind viel zu weit und fallen mir über den Hintern, Jeans in 34 sind fast okay - aber auch ein Muffintöppchen und dazu noch fette Oberschenkel.
    Hosen sind einfach problematisch. Man sollte mehr Kleider tragen. Wenn die nicht so unpraktisch wären!

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)