Worum es hier geht

Dienstag, 16. August 2016

Ein Monat Saftfasten

gefastet: 31 Tage
Gewicht: 99,4 kg = -10,7 kg
Sport: Hunderunde


Oh, das mit dem Kleiderschrank war eine sehr gute Sache!
Ich habe mich ziemlich unwillig und grummelig ans Werk gemacht, da ich überzeugt war, dass mir im Endeffekt nur die paar Sachen passten, die ich nun ohnehin schon in dauernder Rotation trug.
Oft bediente ich mich direkt aus dem Wäschekorb und ignorierte den Kleiderschrank komplett.
Und nun habe ich einen ganzen Schrank voll passender Kleidung und dadurch, dass ich absolut alles anprobierte, habe ich auch wieder einen Überblick und viele Ideen, was ich anziehen und kombinieren kann.

Ca. 30 Kleiderstücke habe ich auf den Dachboden gebracht, weil sie zu eng sind.
Vieles davon hat schon mal gepasst, als ich 2015 "erschlankte", aber einiges hatte ich auch dann "schon mal" gekauft, weil es bald passen würde.
Unschlagbar meine Regenjacken-Aktion:
Deutlich erschlankt - also ca. 7 kg leichter als jetzt, hatte ich eine Regenjacke gekauft.
Ein sauteures Ding in einer wunderschönen Farbe.
Ich versank in der einen Jacke und die nächst kleinere Größe war noch einen Tick zu eng.
Natürlich habe ich die kleinere Größe gekauft, die ja ganz bald passen würde, wenn ich nur weiter erschlankte.
Statt dessen widmete ich mich dem Jojo-Effekt und nahm wieder etwas zu.
Ich kaufte also noch eine Regenjacke, die dann genau passte.
Etwas fassungslos musst ich im Sommer für den Norwegen-Urlaub die nächste Regenjacke kaufen, weil nun auch die nächste Jacke zu eng geworden war.

Mittlerweile passe ich wieder in die hellblaue "Zwischenjacke" und unter der Norwegen-Jacke kann ich im Winter nun auch noch einen dicken Pulli oder meine Jeansjacke tragen, was hier im Norden gut ist.

Im Endeffekt habe ich nicht so viel aus meinem Kleiderschrank räumen müssen, wie ich befürchtet hatte - ehrlich gesagt noch nicht mal so viel, wie ich gut fände, denn der Schrank ist in meinen Augen noch immer zu voll.
Daher werde ich die Aktion nächsten Monat wiederholen.
Bei guter Musik war das auch recht schnell erledigt, da ich den Schrank erst letztes Jahr entrümpelt hatte und so der Uralt-Ballast schon entsorgt war.

Auf dem Dachboden habe ich 2 Kleiderstangen stehen, an dem nun all meine "unpassenden" Kleidungsstücke hängen und auch die werde ich dann nächsten Monat anprobieren und dann entweder auf dem Dachboden lassen (müssen), in meinen (passenden) Kleiderschrank sortieren oder entsorgen.

Ich habe auch wieder damit begonnen, die Bügel zu drehen - das heißt, Kleidungsstücke, die ich nicht getragen habe, werde ich auf einen Blick erkennen und dann mal in mich gehen, warum ich sie nicht anziehe - ob sie nicht komplett entsorgt werden können.

Wie Ihr seht, wiege ich mich weiterhin täglich.
Mich frustriert es nicht arg, wenn mein Körper einiges Geschick darin beweist, kein Gewicht zu verlieren, obwohl ich mich wirklich stur an Saft (ok, und Milchkaffee) halte.

Gestern habe ich eine sehr köstliche Tomatensoße gekocht.
Auf dem Markt hatte ich 3 kg Tomaten für 2 Euro bekommen - es lohnt, immer mal zu fragen, ob sie Waren zum Einkochen haben - ich kaufe regelmäßig auch Normalpreisiges an den Ständen.
Diesmal sprach mich der Händler schon von sich aus an - er hätte da eine Kiste Tomaten, die er mir für 2,- Euro überlassen könnte.
Mit Obstkiste :)
Jedenfalls habe ich dann meine Tomatensoße mit Zwiebeln, Ingwer, viel Chillie, Essig, Salz, Zucker und Gewürzen gekocht.
Das ergab 5 kleine Flaschen voll Tomatensoße - und im Topf war nur noch ein winziger Rest, den ich dann mit viel heißem Wasser verdünnt getrunken habe.
Lecker!
Mein Körper muss "Salz! Zucker!" gejubelt haben.
Aber man kann doch keine Soßen kochen, ohne abzuschmecken ...
Die ersten 30 Tage war ich ja wirklich stur, aber so langsam rückt die Rückkehr der Prinzessin näher und ich kann damit beginnen, ein paar Vorräte für sie einzukochen.
Morgen werde ich auch mal wieder einen Kuchen für das Flüchtlingscafe backen.
Mal schauen, wie sehr der "friss mich!" brüllt.

Heute Morgen habe ich mit 2 netten Warmduschern am Tisch gesessen die eine irre Fahrradtour machen und schon seit Juni unterwegs sind. Ein junger Litauer und eine Tschechin, die in Wales und London leben.
(Den Brexit haben wir als Gesprächsthema ausgeklammert)
Sie ist sehr gesundheitsbewusst und schnippelte für beide ein Müsli zusammen, das ich völlig ungerührt ansehen konnte.
Ich mag kein Müsli!
Und selbst nach 30 Tagen mit Gemüsesaft, sah das kein bisschen verlockend für mich aus.
Sie fragten, ob das jetzt für mich nicht schwer sei, aber ich fühlte mich nur an die Jahre erinnert, in denen ich meinen Kindern morgens super gesundes Müsli mit frischem Obst, mehreren Sorten Getreideflocken und Nüssen/Kernen machte, damit sie in der Schule etwas Gesundes im Bauch hätten.
Jahrelang habe ich den beiden weisgemacht, dass ich in Ruhe Müsli frühstücken würde, sobald sie aus dem Haus wären.
Alles Lüge ...

Ja, im Moment bin ich rundum tiefenentspannt.
Mir geht es rundum gut und ich starre nicht in den Kalender und grübel, wann die 60 Tage endlich um sind, oder ob 50 Tage nicht auch reichen würden.
Im Gegenteil - ich bin auf eine Frau gestoßen, die 100 Tage Saftkur plant.
100 Tage klingt auch gut.
Das wären jetzt nur noch 69 Tage ... mal schauen :)
Ich klammer mich nicht wirklich an die Anzahl der Tage/Kilos - bin nicht auf der Jagd nach Rekorden.
Vielmehr überlege ich, ob es wohl ein Gewicht gibt, bei dem mein linkes Knie zu schmerzen aufhört.
Gestern habe ich zB eine sehr leckere Himbeere entdeckt - langsam werden sie echt selten ... - und dafür musste ich ein wenig klettern. Also, nur 2 Schritte - und dann, während ich die wohlverdiente Himbeere genoss, wurde mir klar, dass ich mich nun mit dem linken Bein wieder auf den Weg zurückhiefen musste.
Mein linkes Knie war nicht begeistert.

Ok, hier die Flaschen:

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