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Montag, 18. Juli 2016

Saftfasten Erfahrung

gefastet: 2 Tage
Gewicht: 107,2 kg = -2,9 kg
Sport: Gartenarbeit :)


Man sollte ja meinen, ich habe nun reichlich Erfahrung beim Saftfasten und wüsste, wie es im Allgemeinen läuft und wie es bei mir selbst so ankommt.
Dachte ich auch und so ging ich davon aus, dass ich ca. 3-4 Tage eher schlapp herumhängen würde.
Als ich aber gestern in den Garten ging, fiel mir eine Koniferenhecke ins Auge, die mit Unterstützung von Brombeeren versuchte, die Herrschaft über diesen Garten an sich zu reißen.
Brennnesseln, Diesteln und Giersch tun ihr bestes um dies zu verhindern ...
Mittendrin wachsen überall niedliche kleine Ableger meiner Eiche, Esche, Pflaumen und ...
Landleben halt - mein Garten ist sehr groß und wenn ich in den Garten gehe, möchte ich ein Buch und einen Kaffee mit raus nehmen, keine Harke oder so.
Aber gestern störte mich diese Hecke denn doch und so nahm ich mit einer einfachen Gartenschere bewaffnet den Kampf auf und zwang die Hecke wieder in ihr eigentliches Revier zurück.
Da sich die Brombeeren und mein übergewichtiger Körper nach Leibeskräften gewehrt hatten, war ich danach zerkratzt, verschwitzt und mein Rücken hatte mir den Krieg erklärt.
Aber gibt es etwas Schöneres, als den Anblick eines riesigen Gestrüpp-Gebirges, das jetzt nur noch in die Kompost-Ecke des Gartens geschafft werden muss.
(mir geht es nicht um Kompost - das ist eher so eine "Naturschutzzone")
Bis zum Herbst werde ich meinen Garten zum Fitnesscenter erklären und mich nach und nach einmal herumwühlen - und dann wieder von vorne anfangen.
Da mein linkes Knie weiterhin herumzickt, brauche ich über so etwas wie Joggen derzeit wirklich nicht nachzudenken - und da mich selbst einfaches Gehen immer wieder dazu verlockt, die Umgebung zu bewundern und dafür stehen zu bleiben, wäre Joggen auch ohne zickendes Knie (noch) keine Option.

Abends blieben die kalten Füße und das Frösteln aus.
Es ging mir gut.
Verrückt!

Ich war fast beruhigt, als mich dann abends eine plötzliche Sehnsucht in die Küche trieb und ich tatsächlich noch eine angebrochene Packung Mandeln in den Backzutaten fand.
Vor dem Fasten hatte ich sie als unbedenklich eingeordnet ... heute werde ich gleich noch einmal schauen, was ich besser noch entsorge (die Dose mit den Backzutaten hatte ich wohl übersehen und bevor ich dann heute Abend an einem Stück Kuvertüre nage - "zartbitter und somit doch eigentlich Saft?!" - kommt die ganze Dose nun auch in gute Hände außerhalb meiner abendlichen Reichweite)

Jaja, immer lustig, wenn Leute meine Disziplin bewundern.
Die kennen mich abends nicht :)
Ich erschwere mir die Heißhunger gesteuerte abendliche Nahrungssuche so gut ich kann:
schon am frühen Abend schlüpfe ich in meinen Schlafanzug, trage dick die Nachtcreme auf und verhindere damit einen spontanen Ausflug zur nächsten Tankstelle, wo es Eis und Pizza gibt ...
Dieser idiotische Heißhunger hat nichts mit Hunger zu tun, sonst wäre ich vormittags auch hungrig.
Heißhunger ist böse und man agiert wie unter Hypnose.
Also, zumindest ich tue das ...

Das mit den Wasserflaschen macht Spaß - und zeigt, dass ich auf der Hortensienseite meines Hauses mal etwas gegen die Brennnesseln unternehmen muss ...

Heute werde ich dann aber endlich mal den Entsafter anwerfen.
Denn auch gestern habe ich nach der Brombeer-Aktion erschöpft wieder eine Packung gekauften Gemüsesaft verdünnt und getrunken.

Ach ja, es wird eine echte Herausforderung geben:
ich werde stundenlang mit einer Pizza allein im Haus sein, denn ich erwarte heute einen "Warmduscher" auf seinem Weg nach Dänemark und möchte ihm doch mehr anbieten, als ein Glas Gemüsesaft.

Nach langem Grübeln kam ich auf Pizza - Tiefkühlpizza.


Meine Füße und Beine sind nach 2 Tagen Saft übrigens nur noch "normal moppelig", aber nicht mehr prall mit Wasser gefüllt.
Sehr angenehm!

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