Worum es hier geht

Sonntag, 31. Juli 2016

Babysteps ... bei der Saftkur

gefastet: 15 Tage
Gewicht: 103,5 kg = -6,6 kg
Sport: Hunderunde


Nachdem ich gestern einmal unmutig in meinen Blog hier gegrummelt habe, ging es mir tatsächlich gleich wieder besser.

Die halbe Zeit laufe ich nämlich mit so einem freudigen Grinsen durch die Gegend, das ich mir selbst nicht glaube und das eigentlich auch nur meine Hunde und Katzen zu sehen bekommen.
Ich versuche mir selbst vorzumachen, dass ich glücklich und zufrieden bin und gehe mir damit selbst auf den Wecker.
Kaum höre ich mit dem Selbstbetrug auf, merke ich, dass ich glücklich und zufrieden bin.
Befremdlich.

Der Alien sendet unermüdlich Bilder aus dem fernen Christchurch - sogar mit Herzchen, jawohl!
Seine Frage, wie es mir denn so geht, habe ich mit "saftig!" beantwortet.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn vermisse und ob es für ihn erfreulich oder eher belastend wäre, dies zu äußern.
Es gilt das mütterliche Nest zu einem Basecamp umzurüsten, damit die Kinderlein fröhlich ihre Gipfel erklimmen können und immer wissen, dass es hier jederzeit vegane Sushitorten und ein glückliches Mutti gibt.

Was meine Bedürfnisse angeht, sind die Kinder einerseits nicht zuständig und andererseits doch Hauptlieferanten von Dingen wie Glück, Anerkennung und Sinn. Nur eben nicht aktiv, sondern passiv.

Aaaaaaber auf den Nachwuchs wollte ich gar nicht hinaus ... menno ... wieder thematisch vom Weg abgekommen.
Ich bin unzufrieden!
So, wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht!
Und das habe ich auch gestern in den Blog gegrummelt.

Und dann ging mir auf, dass ich ja nicht in meiner unbefriedigenden Lage ausharre, sondern kräftig am Steuerrad drehe um die Titanic meines Lebens zu wenden.

Streng genommen, ist gar kein Eisberg in Sicht und ich wende einfach so, raus aus der Kälte, hin Richtung Südsee.
Nachdem ich nun über Monate, Monate, Monate meine Arbeit vernachlässigt habe, bin ich nun fast am Boden meiner Mailbox angekommen und habe einige Ideen für einen Tick mehr Schwung und Freude, die ich nach und nach einfließen lassen werde.
Obwohl es schmerzt, entscheide ich mich immer und immer wieder gegen billige und peinliche Ideen, mehr Geld in die leeren Kassen fließen zu lassen.
Lieber drehe ich erneut an der "Ausgaben-Schraube"
Gemüsesaft mit einem hohen Anteil aus Äpfeln und "Wildgemüse" aus dem eigenen Garten, senkt zB die Lebenshaltungskosten noch einmal ganz ungemein.

Nebenbei wird entrümpelt.
Etwas "feige" habe ich offiziell einfach noch mal mit der eigentlich noch ganz gut sortierten Küche begonnen.
Wenig wunderlich also, dass ich mit dem täglichen Küchenfach schnell durch bin.
Meist marschiere ich dann auch noch mal in das zur Abstellkammer verkommenen Büro, greife mir dann genau 1 Teil und bringe es hin, wo es hingehört.
Müll, Gemach der Prinzessin, Ufo (Zimmer des Aliens) - sonstwohin.

Das Lustige ist:
da keiner von beiden hier ist, zeigen selbst diese entrümpelnden Babyschrittchen langsam Erfolg.
Im Büro klafft eine sichtbare Lücke im Chaos!

Beim Putzen verfahre ich ganz genau so.
Damit ich nicht jeden Tag das ganze Haus schrubbe und die Hunde/Katzen es täglich gleich wieder verdrecken, habe ich das Haus sozusagen in Planquadrate eingeteilt.
Gegen ein täglich geschrubbtes Haus spricht einfach der Umstand, dass ich dann alle anderen Aufgaben völlig vernachlässigen muss ...
So putze, entrümple, arbeite und erschlanke ich täglich ein wenig mehr.
Die Wasserflaschen sind natürlich echt, echt, echt kindisch, aber irgendwann habe ich genug für ein Wasserbett beisammen ... bzw. plötzlich finde ich mich in meiner inneren Südsee wieder.

Bis dahin werde ich natürlich noch oft grummeln und unzufrieden sein, aber ein Blick auf die dussligen Flaschen und mir geht wieder das Licht auf:
ja, ich bin ja dabei!

Gestern stand ich zB im Flur und wollte wie gewohnt aufräumen.
Nur:
der Flur war ordentlich!
Also, noch ein Teil aus dem Büro gepflückt.

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