Worum es hier geht

Dienstag, 26. Juli 2016

Ausgeflogen

Gestern war es dann so weit:
ich spielte Pinguin - lächeln und winken, lächeln und winken, lächeln und winken.

Als mein Alien dann nach zig Kontrollen aus der Sicht verschwand, brach ich erst einmal ungestört in Tränen aus.
Damit war ich am Hamburger Flughafen durchaus nicht allein.
Wieder etwas gefasster begab ich mich runter zum Ankunftsschalter, bestellte mir einen Eiskaffee, guckte glücklichen Menschen zu, die glücklich gelandete Menschen abholten und freute mich schon mal auf die Rückkehr des Aliens in ca einem Jahr.

Immerhin habe ich dort auch die Prinzessin nach einem Jahr in Australien wieder abgeholt.
Der Vorteil der Jahre:
sie vergehen!

An dem Eiskaffee und der fehlenden Wasserkollektion merkt Ihr schon, dass ich in Sachen Saftfasten nachlässig war.
Ein wenig.
Nicht zu arg.

Samstag habe ich dem Alien einen Taco-Salat gemacht und tatsächlich rein gar nichts genascht.
Ich bin bekennend Chips-Süchtig, aber alle Tortilla-Chips wanderten aus der Tüte auf den Salat und mit dem Alien dann aus dem Haus.
Aber für den Sonntag wünschte man sich Sushi.
Ich machte also leckeres Avocado-Sushi und Sushi-Röllchen mit Frühlingszwiebel, Gurke und eingelegter Paprika.
Sehr lecker.
Ich weiß das, da ich zuerst einmal die unansehnlichen Enden der Rollen vernaschte, wenn ich sie in Sushi-Happen schnitt.

Plötzlich kamen Freunde und verschleppten den Alien.
Da war ich dann ganz allein mit dem restlichen Reis und einer ganzen Platte wundervollsten Sushis.
Die Platte wanderte in den Kühlschrank, aber der restliche Sushireis landete in mir.

Nachts rief der Alien an und fragte, ob ich nicht ganz große Lust hätte, ihn da abzuholen, wo er gerade war ...
Wieder daheim, machten wir uns über die Sushi-Platte her.
Nachts mit dem Alien Sushi naschen, war Klasse - und er gab mir nicht viel ab.

Mittags war es dann Zeit, ihn nach Hamburg zu fahren.
Ihm stand (und steht) eine Monsterreise bevor.
Erst einmal nach Dubai, dann weiter nach Sydney, dann weiter nach Christchurch und zwischendurch immer noch ein paar Stunden warten.
Morgens hatte er sich also eine vegane Pizza gemacht und die restliche Sushi-Platte verputzt.
Im Flughafen gab es dann noch vegane Wraps für ihn und den ersten Eiskaffee mit reichlich Sirup und Sahne für mich.

Nach dem Abschied den nächsten Eiskaffee für mich, bevor ich dem Parkhaus mein Auto abkaufte:
12,50 Euro! *kreisch*
und zum Coffee to Fly fuhr.

Ein Tipp, wenn Ihr mal in Hamburg seid und richtig schön Flugzeuge gucken wollt.
Man sieht die Starts und Landungen dort viel besser als von der Flughafen-Aussichtsplattform aus.

Nach einem kapitalen Gewitter und mit deutlicher Verspätung kam dann die Emirates-Maschine samt Alien:

Habe ich erwähnt, dass mein Vater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam?

Auf dem Nachhauseweg gab es noch einen Eiskaffee mit Sahne und Sirup.
Und ich kaufte mir 2 neue Handtücher, denn der Alien hatte im letzten Moment meine Lieblings-Handtücher eingepackt.
Ich wollte einfach nicht die herzlose Mutter sein, die ihn bittet, die Handtücher darunter zu nehmen, die deutlich billiger waren, als die, die er gerade einpackte.
In unserem Outletcenter ist gerade Schlussverkauf und so gönnte ich mir lieber 2 neue Tücher.
Und 2 zu enge Pullis.
Man kann nie genug zu enge Pullis haben ...

Ok, die beiden Pullis sollen mich eher wieder auf die Saftkur bringen.
Da nun weit und breit erst mal niemand mehr zu bekochen und verwöhnen ist, bin ich auch sehr zuversichtlich, dass die restlichen Tage weniger Verlockungen bereithalten.

Mal schauen, was die Waage morgen zu meinen Eskapaden zu sagen hat.
Heute haben wir uns gegenseitig ignoriert.

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