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Sonntag, 3. April 2016

Tochter von narzisstischer Mutter

Faszinierend ... nächstes Jahr marschiere ich stramm auf meinen 50. Geburtstag zu.
All die Jahre habe ich recht gruselig unter meiner Mutter gelitten.
Viele Jahre habe ich mich durchaus für Psychologie interessiert, auch Narzissten waren absolut ein Thema, da ich insgeheim - wie wohl viele - ein Faible für Narzissten habe.
Aber immer war ich schlau genug, keine echte Beziehung mit so einem Menschen einzugehen.
Ich erkannte Narzissten immer recht schnell als solche ... dachte ich.

Und nun hat mir eine Fremde einen Link zu einem Thema gegeben:
Töchter von narzisstischen Müttern

Und plötzlich hat alles einen Sinn.
Bitte noch ein kleines Stückchen weiterlesen, wenn Ihr von meiner Erfahrung profitieren möchtet.
Ich habe auf die Seite sehr heftig reagiert, denn ich erkannte in vielem nicht nur meine Mutter, sondern auch mich - und auf das Thema Kindheit reagiere ich gern panisch und heftig.
So wühlte mich das Thema prompt so auf, dass es für mich stundenlang völlig logisch und notwendig erschien, umgehend aus dem Leben zu scheiden, um meine Kinder nicht weiter zu schädigen.
Darum:
bevor Ihr fröhlich auf die unten verlinkte Seite klickt, wäre es nützlich dafür zu sorgen, dass Euch jemand auffängt, falls die Seite bei Euch auch zu einem Absturz führt.

Ich bin glücklicherweise mit meinen Hunden in den Wald gegangen, habe mich auf einer Waldwiese unter meinen Lieblingsbaum gesesetzt, habe eine Weile vor mich hingeschluchzt und bin dann völlig erschöpft eingeschlafen.
Als ich erwachte, war es deutlich kühler, dennoch war ich nass geschwitzt und habe eine ganze Weile alle Insekten des Walldes ernährt.
Meine Hunde lagen brav neben mir.
Einer von beiden hatte aber die Leine gefressen.
Egal ...

Als ich mich aufrappelte (autsch, autsch, autsch Knochen ... Bisse/Stiche ... kalt) und nach hause ging, wurde ich dafür mit einem Gefühl belohnt, als guckte ich jemandem beim Tetris spielen zu, der es richtig gut kann.
Alle Teile fielen richtig herum gedreht an ihren Platz.

Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, mich richtig zu erinnern und meinen Erinnerungen und Gefühlen trauen zu können.

Verrückt ...

Ich war bis oben hin angefüllt mit Wahrheiten und Sendungsbedürfnis.
Mir war danach, absolut alle Töchter narzisstischer Mütter zu "retten".
Ziemlich unerträglich, vermutlich und ich verbrachte meine Zeit hauptsächlich damit, meine Fußböden zu wischen, meine Fenster zu putzen, den Garten zu fegen und ... mein Saftfasten mit Sekt aufzupeppen.
Nicht viel, aber etwas "krampflösend".

Es war so großartig zu lesen, dass das Ganze einen Namen hat und andere Frauen das Gleiche erleben.
(wobei es mir für jede einzelne Frau Leid tut (oder auch Männer))

Bisher war ich immer die Irre, die ungeheuer gehässige Dinge über ihre Mutter sagt.
Dinge, die einfach keiner glaubt - Erinnerungen, an denen ich auch heftigst zweifelte, allein schon, weil meine Mutter mir mein Leben immer schon falsch erzählt und umgedeutet hat.
Man konnte dabei gewesen sein und erkannte weder sich noch die Erlebnisse in ihren Schilderungen wieder.

Ich hatte den Link zu einer Wikipedia-Seite über Narzisstische Persönlichkeitsstörung meiner Schwester geschickt - einer, mit der ich eigentlich nicht verwandt bin und die auch schon ein Teenager war, als sie meine Mutter kennenlernte (das Wunder der Patchwork-Familien)

Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen vorhanden sein:


hat ein grandioses Verständnis der eigenen Wichtigkeit (übertreibt etwa Leistungen und Talente, erwartet ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden)

ist stark eingenommen von Phantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Brillanz, Schönheit oder idealer Liebe

glaubt von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder hochgestellten Menschen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder mit diesen verkehren zu müssen

benötigt exzessive Bewunderung

legt ein Anspruchsdenken an den Tag, d. h. hat übertriebene Erwartungen auf eine besonders günstige Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen

ist in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch, d. h. zieht Nutzen aus anderen, um eigene Ziele zu erreichen

zeigt einen Mangel an Empathie: ist nicht bereit, die Gefühle oder Bedürfnisse anderer zu erkennen / anzuerkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren

ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn

zeigt arrogante, hochmütige Verhaltensweisen oder Ansichten


Da meine Schwester es auch so sieht, sage ich mal:
sie erfüllt nicht 5, sondern alle Kriterien.

Deine Mami auch?

Mein Interesse an NPS war geweckt.
Und diese Liste hatte ich noch gut weggesteckt.
Aha, Mami hat also (vermutlich) NPS - da ich kein Psychologe bin, darf ich das mal eben *patsch* sagen.
Meine Diagnose kann völlig falsch sein - mir hilft sie weiter.

Ich bekam einen weiteren Link - aber jetzt möchte ich doch so langsam um Vorsicht bitten.
Irgendwas auf den folgenden Seiten hatte mich dann nämlich erst mal so richtig von den Füßen geholt und darum solltest du Dir einen günstigen Zeitpunkt zur weiteren Lektüre suchen, falls Du Dich betroffen fühlst.

Unter http://www.narzissmus.org/hat-deine-mutter-eine-nps/ geht nämlich jemand, der kein Impressum führt, auf die Frage "Hat deine Mutter NPS?" ein.

Die Fragen werden nun deutlich konkreter und haben bei mir wohl gleich mal eine Erinnerungslawine losgetreten.

Noch einmal deutlich heftiger wird es dann auf der Seite

http://www.narzissmus.org/eigenschaften-narzisstischer-mutter/
denn nun kommen Fallbeispiele, vor denen ich mit offenem Mund, laufender Nase und tränenden Augen saß
Heftig!

Es gibt zu der Seite dann noch ein Gästebuch, das sich interessant liest.
Von der Seite nehme ich mit:

Ich bin nicht allein mit meinen Kindheitserinnerungen - andere haben ähnliches erlebt.
Erstaunlicherweise wörtlich das Gleiche.
Kurz habe ich überlegt, ob meine leibliche Schwester diese Seite betreibt, da viele Schilderungen so unglaublich meinen Erinnerungen entsprechen.

Was ich davon nun habe?
Ich wage erstmals so richtig, das Ganze "Erinnerungen" zu nennen, denn natürlich wurde mir immer gesagt, ich lüge, ich hätte eine wilde Phantasie, ich bilde mir das nur ein ...
Und endlich weiß ich:
nö, für jemanden wie meine Mutter, ist das Verhalten ganz normal und nicht völlig absurd und ungeheuerlich.

Den Rest der Seite möchte ich übrigens nicht empfehlen.
Die Autorin der Seite deutet herum und gibt Tipps.
Sie sagt, dass sie selbst die Tochter einer narzisstischen Mutter ist.
Ja, das glaube ich ihr durchaus - das Problem dabei ist nur, dass jemand, der eine derartige Kindheit erlebt hat, sehr wahrscheinlich selbst eine kapitale Macke hat.
Auch sehr salopp formuliert.

Bei einigen ihrer Deutungen und Tipps, hatte ich das ungute Gefühl, dass mir da jemand gerade wenig wohlmeinend einen reinwürgt - und wie ich nun weiß, könnte es sein, dass ich diesem unguten Gefühl sehr viel mehr vertrauen kann, als ich bisher annahm.

Darum nein, ich bin in keiner Weise an ihren Lösungen interessiert, denn es könnte gut sein, dass die Betreiberin der Seite selbst eine NPS hat.

Irgendwo auf ihrer Seite kommt nämlich der Hinweis, dass man als Tochter einer narzisstischen Mutter seine eigenen Kinder nahezu zwangsläufig auch emotional missbraucht.
Und nö, das ist Bockmist!

Einige meiner mütterlichen Verhaltensweisen vermag ich jetzt im Nachhinein ganz gut einzuordnen.
ZB. habe ich mich gern in meinem Zimmer verbarrikadiert, wenn ich übermäßig wütend war.
Tür zu und taub gestellt, bis ich nicht mehr das Verlangen hatte, meine eigenen Kinder mit Worten zu verletzen.
Dabei sandte ich wunderbare Ich-Botschaften:
"ich bin unglaublich wütend und ich will jetzt meine Ruhe haben, denn ich sehe gar nicht ein, dass ich Sachen sage, die keine Mutter je sagen sollte!"
Meine Kinder fanden mich ziemlich bescheuert.
Das ist absolut ok.
Eine Mutter, die sich gelegentlich unglaublich blöde aufführt, ist normal - das kennen alle Kinder - und das verletzt niemanden, wie wohl gezielte grandiose Kränkungen, zu denen ich durchaus fähig, aber immer nur sehr kurzzeitig willens war.

Einmal ist es schief gegangen - ich kam nicht rechtzeitig weg und sagte meiner Tochter wörtlich:
"kein Wunder, dass dich keiner mag!"
Gruselig, was?
Völlig im Recht stürmte ich aus dem Haus und fuhr in den Supermarkt einkaufen.
Meine Tochter muss damals gerade mal 8 Jahre alt gewesen sein.
Plötzlich, beim Einkaufen, endete meine Wahnphase und ich war endlich entsetzt, was ich da gesagt hatte.
Mit der Behauptung, vermutlich eine Herdplatte angelassen zu haben, ließ ich den Einkaufswagen stehen, sprang in mein Auto und fuhr nach hause um mich zu entschuldigen.
Zu meiner Überraschung hob meine Tochter ihre Hand und mein 6jähriger Sohn schlug ein.
"Das habe ich dem Alien gesagt, dass du dich gleich entschuldigst!", lachte meine Tochter fröhlich.
"Ja!", sagte ich "das ist auch ganz großer Mist, was ich da gesagt habe! Dich mögen ganz, ganz viele Menschen!"
"Ich weiß! Und weißt du, wer mich ganz besonders mag? Duuuuu!!!!", lachte sie fröhlich und ich saß dann nur noch blind vor Tränen auf der Treppe.
Ich habe mir umgehend einen Termin bei (m)einer Therapeutin geben lassen um zu erfahren, ob ich mein armes Kind nicht doch für ewig traumatisiert hätte und sie erklärte mir, dass es natürlich falsch ist, so etwas zu seinem Kind zu sagen, dass aber alle Eltern Fehler machen und das das auch völlig ok sei, wenn das Verhältnis ansonsten stabil ist.

Meine Kinder sind beide erwachsen.
Bestimmt war ich keine perfekte Mutter, aber meine "Ernte" sind 2 Kinder, die gern bei mir sind.
(weitere Beschreibungen, wie unglaublich toll meine Kinder sind, lasse ich bewusst weg :)
Meine Prinzessin kommt mich gern besuchen.
Der Alien wohnt noch hier und findet mich natürlich unsäglich blöde - die Endphase des Zusammenlebens halt ...
Aber an sehr vielen Gesten merke ich, dass unser Umgang für ihn insgesamt schön ist.
(nö, ich werde keine Beispiele bringen, denn die Privatsphäre meiner Kinder sollte gewahrt blieben)

Wer mit so einer Mutter aufwächst, läuft Gefahr zu überkompensieren.
Meine Schwester hat sich immer wie eine Löwin vor ihre Kinder gestellt.
Evtl. ist das erst einmal viel besser, als eine Mutter, der man immer und überall peinlich ist ... aber im Endeffekt ist es auch sehr belastend, wenn man so gar keine Fehler haben darf.
Ich weiß noch, dass mein Neffe mal meinen Autoschlüssel versteckt hatte und ihn dann nicht mehr fand.
Er hatte wohl den Pumuckel gespielt, den er so gerne sah.
Ich musste dringend weg und wir beide suchten fieberhaft überall meinen Schlüssel.
Mein Neffe war ein unglaublich süßer Fratz und ich hatte ihn sehr gern.
Ich schimpfte auch nicht, hatte aber einen Termin und so war das Auffinden meines Schlüssels wichtig.
Wir suchten - alles war gut - irgendwo musste der Schlüssel ja sein - alles war gut, bis meine Schwester mitbekam, dass wir den Schlüssel suchten.
"so etwas Schreckliches würde mein Sohn niemals tun!"
*bamm*
"wie kannst ud meinem Sohn so etwas Schreckliches unterstellen!"
*bamm*
Jetzt war ich nicht nur die mit dem dringenden Termin und ohne Schlüssel - ich war auch noch das Monster, das dem entzückenden Kind etwas Schreckliches unterstellte.
Du meine Güte ...
Es gab einen irren Ärger.
Meine Schwester ließ eine irre Wut an mir ab und ich kam mir vor, wie in einem ganz ganz falschen Film.
Sie inszenierte sich selbst als das arme Opfer, deren Kinder ich gerade regelrech lynchen wollte und die sie nun heldenhaft vor mir in Schutz nehmen musste.
Waren wir eben noch fröhlich in Meister Eders Werstatt unterwegs gewesen, wo mein Pumuckel-Neffe einen Schlüssel versteckt hatte, lief nun Psycho - die Szene unter der Dusche.
Plötzlich fand mein Väterchen meinen Schlüssel unter meiner Handtasche auf dem Schuhschrank.
Die Sache ist:
das ist der Ort, wo ich den Schlüssel immer hinlegte.
das ist der Ort, wo mein Neffe den Schlüssel wegnahm.
Während bei uns Psycho lief, Shining, Tanz der Teufel - sucht euch einen aus ...
hatte mein Neffe dann wohl meinen Schlüssel gefunden und schnell wieder unter meine Tasche gelegt.

Du meine Güte ... wir hätte uns gemeinsam freuen können.
Ich hätte seine Sucher/Finder- Qualitäten gelobt.
Aber stattdessen tobte nun ein Krieg und der arme Junge wagte nicht zu sagen, dass er in aller Unschuld sehr wohl "so etwas Schreckliches!!!" getan hatte, wie meinen Autoschlüssel zu verstecken.

Mein Väterchen fand meinen Schlüssel, als er am naheliegendsten Ort - nämlich dort, wo der Schlüssel immer war - nachsah.
Mir wurde vorgeworfen, zu blöde zu sein, richtig nachzusehen und dann auch noch den armen Jungen so fürchterlich zu verdächtigen!!!

Dem armen Jungen war damit dann übrigens seine Tante so ziemlich abhanden gekommen, denn ich ging auf Abstand.
Nicht zu ihm, aber zu meiner Schwester, der Löwenmutter.
"Mein Sohn würde so etwas niemals tun. Mein Sohn würde so einen Fehler sofort gestehen!"
Sie hatte ihn nicht gefragt, bevor sie diese wahnsinnig großen Worte sprach.
Sie fragte ihn danach und oh Wunder, er hatte das Schreckliche nicht getan ... und wie gesagt, er legte den Schlüssel heimlich wieder an seinen Platz. *

Im Beisein meiner Mutter und Schwester hatte ich immer das Gefühl, als wäre ich Elizabeth Walton, die irrtümlich im Denver Clan gelandet war.

Ich verließ das Haus unter einem Schwall von "sie hat immer schon so gelogen!" und Herzrasen.
Aber dennoch bin ich dankbar, denn für meine Kinder hatte ich daraus etwas gelernt:
ich ließ die Kirchen in ihren Dörfern ... und legte die Latten, Dinge einzugestehen, nie besonders hoch.

Damit hatten meine Kinder das Recht, Scheiße zu bauen, sich dafür zu entschuldigen und die Konsequenzen zu tragen, ohne dass Mami auch nur ansatzweise enttäuscht war.
Wütend, aufgebracht, Ersatz fordernd ... ja ... aber niemals enttäuscht ... und nie wurden die Vorfälle zu "so etwas Schreckliches!" aufgebauscht.


...

Ja, das war jetzt so ca. das, was mich zuletzt bewegt hat und was weiterhin gärt.
Wer Freundinnen hat, die ebenfalls unter einer Mutter leiden, die ihr persönlich vielleicht absolut entzückend findet und die eure Freundin aber als halbes Monster schildert, zeigt ihr evtl. auch mal die Seite über NPS.

Ich habe immer noch dieses ungläubige Staunen, dass nicht ich der schlechte Mensch bin, der der eigenen Mutter immer so Ungeheuerliches unterstellt hat.
Ich hatte immer das vage Gefühl, total zu übertreiben, undankbar zu sein, lieblos - ich meine, die eigene Mutter ???
Wie kann man denn nur so von der eigenen Mutter denken?
Da muss doch irgendwas mit mir völlig falsch laufen!
Und dann hat das Ganze einen Namen und ich bin gar kein kaltherziger, berechnender, undankbarer Einzelfall.

Der Wahnsinn ...

Und nein:
ich habe absolut nicht vor, meine Mutter mit meinen Wahrheiten zu konfrontieren.
Im Gegenteil:
jetzt, wo ich weiß, dass es eine Krankheit ist, fällt es mir leicht, ihr zu geben was sie braucht.
Früher hatte ich immer das Gefühl zu heucheln, wenn ich nett zu ihr war.

Jetzt höre ich an ihrer Stimme, was sie gerne haben möchte und gebe es ihr.
Bewunderung, Zerknirschung, Anerkennung, Mitgefühl ...

Ach so, warum ich sie nie als Narzissten erkannt habe?!

Ganz einfach:
die glitzernde Kennenlernphase, die man mit narzisstischen Männern erlebt, fiel weg.
So lange ich mich erinnern kann, war mir meine Mutter immer widerlich.
Bei uns herrschte immer eine Stimmung der Angst, des Drucks, wenn sie im Haus war.
Die Phase, in der Narzissten anfangen, bösartig zu werden, nutze ich sonst immer schon beim ersten Anzeichen zur Flucht.
Der eigenen Mutter ist man dagegen leider auf ewig ausgeliefert.







Kommentare:

  1. Hmm, vielleicht bin ich ein getroffener Hund, denn vielleicht hätte ich mich Deiner Schwester ähnlich auch so vor meine Kinder gestellt, aber woher weisst Du genau, dass der Schlüssel von Deinem Neffen genommen wurde und nicht doch dort lag (ich kann nämlich beim Suchen auch 4 mal in einer Schublade das gewünschte nicht finden, und beim 5. Mal liegt es plötzlich doch dort...)
    Liebe Grüße Saskia

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    1. wir hatten meine Tasche von dem Schrank herunter genommen und auf den Boden ausgekippt. Kein Schlüssel. Die Oberfläche von dem Schränkchen war nun komplett leer. Wir haben alles wieder in meine Tasche gestopft und die Tasche wieder auf den leeren Schrank gestellt. Mein Neffe guckte bei seinen Großeltern dauernd den Pumuckel war auch direkt losgelaufen um meinen Schlüssel zu holen, nur dass er dann vergessen hatte, wo der Schlüssel war. Und: ich war ja nicht böse - er war einfach ein total niedlicher Fratz und wir haben dann zusammen überlegt, wo mein Schlüssel sein könnte. Da war ja nichts Böses. Und vermutlich hätte ich die Schlüsselgeschichte längst vergessen, wäre sie nicht in meiner Abwesenheit dann auch noch anderen erzählt worden, wobei ich natürlich nicht mehr nett mit meinem Neffen zusammen suchte, sondern "grundlos Terror" machte. Jahre später erlebte dann meine Tante eine ähnlliche Geschichte, bei der mein Neffe gefragt wurde, ob er etwas gemacht hätte und meine Schwester wieder in die Bresche sprang, dass ihr Sohn niemals "so etwas tun würde". Dabei ging es lediglich um ein Fenster das geöffnet und dann vergessen wurde. Ich weiß, dass meine Schwester es gut meinte, aber sie übersah, wie unmöglich sie es ihrem Sohn machte, relativ harmlose Sachen einfach zuzugeben. Und als dann rauskam, dass er das Fenster sehr wohl geöffnet hatte, war er eben nicht einfach nur der Schussel, der ein Fenster vergessen hatte, sondern der Junge, der seinem Opa ins Gesicht gelogen hatte. Alles wird immer so irrsinnig groß aufgebauscht. "Dem eigenen Opa, der immer alles für dich tut! Ins Gesicht ge-lo-gen!!!" Wie gesagt, ich hielt mich fern, denn mir war die Löwenmami, die da aus meiner Schwester geworden war, echt unheimlich. Seit über 10 Jahren habe ich keinerlei Kontakt mehr zu ihr, obwohl ich sie sehr lieb habe, denn sie war auch mal eine Löwenschwester ;-)

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  2. Guten Morgen! Ließ dir bitte das Buch "Vergiftete Kindheit" von Susan Forward durch. Solltest du es dieses Jahr auch nur schaffen, ein einziges Buch zu lesen, so sollte es dieses sein...! Viel Kraft.

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