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Sonntag, 24. Januar 2016

Die Leistungsfähigkeit beim Saftfasten ... und "Freund Heißhunger"

Die berühmten 4 Anfangstage liegen weit hinter mir, denn immerhin ist heute schon Tag 10 meines Saftfastens, aber dennoch bin ich fröstelig und fahrig.
Meine Arbeit erledige ich zögerlich, lasse mich schnell ablenken und völlig aus dem Konzept bringen und habe auch herzlich wenig Lust auf Arbeit.
Auf Chips hätte ich gerade Lust.
Es ist nach 19 Uhr und probehalber tippt mir Freund Heißhunger auf die Schulter.
Der kommt derzeit jeden Abend vorbei und gestern trug er einen Teilsieg davon, da ich plötzlich glasklar erkannte, dass Cornflakes aus Mais gemacht werden und dann doch eigentlich Gemüsesaft sind, oder?
Also habe ich die restlichen Cornflakes aus einer Tüte trocken verknuspert und mich insgeheim schon darüber geärgert.
Immerhin ist jetzt mehr Platz auf dem Küchenschrank, denn heute Morgen konnte ich den Karton wegwerfen.

Wenn mich abends meine Gelüste heimsuchen, kann ich sie recht klar von "Hunger" unterscheiden, aber einfacher macht es die Sache nicht. Ich wünschte, ich könnte mir selbst bis zum Morgen den Stecker ziehen, denn abends verlassen mich schon mal sämtliche guten Geister, die morgens wieder ihren Dienst antreten.
Was da hilft?
Ein schönes Schaumbad zB und dann mit einem guten Buch fern ab der Küche schlafen zu gehen.
Während des Fastens sollte man auch nicht unbedingt seine Lieblingsspeisen im Haus haben.
Andererseits wird beim Fasten schnell alles zur Lieblingsspeise und wer kann, sollte vor dem Fastenbeginn alles aus dem Haus schaffen, was nicht zu Gemüsesaft verarbeitet werden kann.
Ich kann nicht, denn mein Alien braucht Nahrung.
Immerhin ist er ja seit dem Sommer Veganer und so isst er vieles, was man zu Gemüsesaft verarbeiten könnte.
Aber auch Brot, Tofu und und und ... andere Dinge, die einer saftfastenden Mutter abends prima schmecken würde.
Was hilft ist:
die Mengen so gering halten, dass sich ein "dann hat der Junge morgen kein Frühstück!" zwischen den Kühlschrank und die gierigen Finger schmeißt.
Bei meinen früheren Fastengängen hat sich der abendliche Hunger irgendwann gelegt.
Ich fände es Klasse, wenn dies jetzt bitte auch langsam wieder geschähe.

Ok, ein ablenkendes, wärmendes Schaumbad hilft bei mir gegen den Heißhunger.
Heißes Wasser oder Tee dämpfen den Heißhunger auch.
Und Gedanken an den Morgen, wenn man "stark" geblieben ist.
Es hilft auch, in der Badewanne zu liegen und sich schlanken Tagträumen hinzugeben oder zu visualisieren, wie man sich das letzte Mal fühlte, als man zB eine Packung Cornflakes leer gefuttert hat ... *grummel*
(immerhin ungezuckerte Cornflakes)
Habt Ihr vor einer Weile die Artikel über die Schlange gelesen, die ein komplettes Stachelschwein heruntergewürgt hatte und daran im Endeffekt gestorben ist?
Wenn man Saft fastet, sollte man langsam abfasten und erst mal etwas gedünstetes Gemüse zu sich nehmen - oder einen gedünsteten Apfel. Keinesfalls sollte man ein komplettes Stachelschwein herunter würgen.
Oder irgendwas, nach dem der Heißhunger gerade schreit und was sich kurz darauf täuschend echt wie ein komplettes Stachelschwein anfühlt.
Ohne Scherz:
wer beim Saft fasten irgendwelchen Gelüsten nachgibt, hat keine gute Nacht mit geruhsamen Schlaf vor sich!
Ich habe mich gerade sehr nett mit einer Saftfasterin aus Kanada ausgetauscht, deren Mann im Krankenhaus gelandet ist, nachdem er 2 Wochen lang ihr Saftfasten mitgemacht hat und dann ausgerechnet in ein Steakhouse gegangen ist.

Heftigste Magenkrämpfe waren die Folge - immerhin hat er sich rasch wieder erholt.

Eine andere Sache ist, wenn man schlicht Hunger hat.
Morgens, mittags, abends und das auch nach der berühmten 4-Tage-Grenze.
Wenn der Hunger länger bleibt und quält, ist der Einstieg ins Fasten einfach nicht gelungen.
Tagsüber habe ich keinerlei Hunger - darum lässt sich das abendliche Generve ja so gut als "Freund Heißhunger" erkennen.

Wie gesagt, heute gedenke ich mich mittels Schaumbad zu wehren :)

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