Worum es hier geht

Freitag, 22. Januar 2016

1. Woche Saftfasten 2016

Heute ist Tag 8. meiner 3. Saftfastenkur
Gewicht 99,1 kg


Vielen Dank für die netten Mails :)
Nachdem ich 2015 vor meiner 2. Saftfastenkur gefühlt 200 Mal morgens "Heute ist Tag 1!" geschrieben hatte und dann abends den Kühlschrank plünderte, kann ich die Zweifler unter Euch durchaus gut verstehen, nachdem ich nach meinem neuen "Tag 1" Beitrag verschwand.
Aber heute ist tatsächlich Tag 8 meiner 3. Saftfasterei und ich habe mich aus der Dreistelligkeit wieder auf eine 99,1 kg gefastet.

Allerdings hatte ich im Herbst einiges auf den Januar verschoben.
ZB meine gesammelten Steuererklärungen zu machen.
Merke: Saftfasten und Steuererklärungen sind eine krude Mischung.
Dinge, die ich sonst an ca. 1-2 Tagen erledige, beschäftigten mich nun gut 5 Tage und es wird noch spannend werden, was das Finanzamt von all dem hält ...

Zudem war mein Töchterlein überraschend noch einmal zu Besuch hier.
Nächste Woche startet sie für 9 Monate nach Skandinavien und so haben wir noch mal die gemeinsame Zeit genossen.
Mehr oder weniger.
Ich durfte die Erfahrung machen, dass es außerordentlich hart ist, dem Saft die Treue zu halten, wenn man dazu genötigt wird, eine komplette Kinovorstellung neben jemandem zu sitzen, der Tortilla-Chips mit Kunstkäse, Salsasoße und Jalapenos futtert.
Man könnte das die Nacho-Folter nennen, die auch nachts noch nachwirkte und mich aus dem Bett an den Kühlschrank trieb, wo ich einiges zu "Gemüsesaft" erklärte, das mein Alien morgens eigentlich ganz gern gefrühstückt hätte.

Auch ist es so, dass ich diese Kilos, die ich gerade wieder abschüttel bereits letztes Jahr mal abgenommen hatte.
Und so empfand ich beim neuerlichen "Uhu Werden" nicht annähernd die Freude, wie beim letzten Mal.

Nein, kommt mir nicht mit dem JoJo-Effekt.
Ich habe meine abgespeckten Kilos bis zum Herbst ganz gut gehalten und musste dann einfach einen Strich ziehen.
Aus der körperbewussten Pfundi, die sich freute, tatsächlich wieder joggen zu gehen, wurde durch die üblichen Herbstdepressionen und ein wenig "Leben" ein eher krisengebeuteltes Etwas, das sich mit bewährten Methoden gegen einen Totalabsturz wehrte.
Die Vergangenheit zeigte, dass ich mit kochen, bekochen und essen so einiges kompensieren kann.
Das mag nicht schlau sein, aber es funktioniert.

Während meiner "Fressphase" hatte ich klar den Januar im Blick und als ich mein erstes Gemüse in den Entsafter stopfte, war ich noch immer 10 kg leichter, als beim ersten Mal.

Und das ist eine Premiere.
Normaler Weise wog ich nach einer Diät und anschließendem JoJo immer ca 5-10 kg mehr als vor der eigentlichen Diät.
Bei den WeightWatchers fing ich zB mit 78 kg an und verließ sie mit gut 90 kg (das muss man erst mal schaffen ...)

Und ich bin wirklich glücklich mit meinem Saft.
Natürlich könnte ich jederzeit irgendwas essen, aber anders als bei allen anderen (evtl. viel vernünftigeren Diäten) kann ich mir ein Zuviel nicht schönreden.

Ab jetzt, ohne mein Töchterlein, werde ich es schaffen, meinen Alltag mit mehr Bewegung zu füllen und dafür den Kaffeekonsum wieder auf eine morgendliche Tasse reduzieren.

Und meinen Blog werde ich auch wieder führen, auch wenn ich bis zu den 91,8 kg, bei denen ich schon mal war, nicht das Gefühl habe, wirklich Neues zu schreiben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)