Worum es hier geht

Dienstag, 21. Juli 2015

In Belgrad ist es heiß!

Die Pause hat mir gut getan!

Nachdem ich Ende Dezember einmal das Saftfasten nach Joe Cross erfolgreich durchgezogen hatte, versuchte ich nach einer Zwangspause ja unermüdlich, wieder mit dem Saftfasten anzusetzen.
Es gelang einfach nicht.
Hatte ich bei der ersten Fastenrunde hin und wieder gelegentlich Obst, Gemüse oder "sonstwas" naschen und dennoch dem Saft die Treue halten können, schleuderte mich bei sämtlichen folgenden Versuchen schon das Abschmecken von Mahlzeiten für meinen Sohn Alien unweigerlich aus der Bahn.
Völlig entnervt verschob ich das nächste Saftfasten auf heute.
Eher gesagt auf den Tag, an dem ich aus meinem Schweden-Urlaub zurück käme und mein Sohn in den Urlaub führe.
Fortan hatte ich ein wundervolles Leben!
Statt weiter herumzumaulen, dass ich gerade wieder am Saftfasten scheiterte, genoss ich nun endlich einfach mal den Gewichtsverlust und die Nebenwirkungen.

Im Dezember war ich entsetzlich kurzatmig, unbeweglich, kopfschmerzig und selbst Kleidergröße 50 wollte nicht immer passen.
Kein Wunder, wenn man mit aufgerundeten 1,60 m abgerundete 110 kg auf die Waage wuchtet.
Nach dem Gemüsesaft war ich anfangs irgendwo bei 93 kg angekommen und hatte schon die 70 im Blick ...

Als ich meine weiteren Saft-Bemühungen erst einmal stoppte, war ich bei 95 kg angekommen ... und fand mich schön.
Naja ...
In einigen Boutiquen passte mir nun die Kleidergröße 46 wieder.

Heute Morgen teilte mir die Waage freundlich mit, dass ich bei 98 kg angekommen bin.
Glatt - ohne Rundungen.
Völlig überraschend kam das jetzt nicht.
Ich habe gerade 2 Wochen in Schweden verbracht. Unter anderem war ich auf einer Hochzeit eingeladen, für die ich mir ein sehr schönes Spitzenkleid gekauft hatte.
Ich mag Spitzenkleider ... und in diesem hier sah ich bei der Anprobe richtig gut aus.
Kleidergröße 46 - die 48 probierte ich gar nicht erst an, so gut saß das Kleid.

Am Morgen der Hochzeit schlüpfte ich erst einmal in meinen figurformenden Panzer und dann ins Kleid ... Schock!
Mit einem leisen Erstickungsanfall musste ich erkennen, dass hier auch kein Korsett half - meine Körpermassen suchten verzweifelt Auswege aus den Spitzenbahnen und wurden an den unvorteilhaftesten Stellen fündig.
Ich verließ das Spitzenkleid umgehend wieder und man sah mich an diesem Tag in einem schönen anderen Sommerkleid.
Da ich Spitzenkleider mag (sagte ich das schon?) war auch an diesem Kleid viel Spitze zu finden und niemand merkte, dass ich nun schlicht eines meiner Sommerkleider und keinen Festtagsfummel trug.

Daher ... das +3kg kam jetzt nicht völlig überraschend.

Überraschender war eher meine Heimkehr.
Sagen wir es mal so:
2 Wochen lang zu verreisen und das Haus einem frisch erwachsenen Alien, 2 Katzen, 2 Hunden und 4 Hühnern zu überlassen ist mutig.
In weiser Vorraussicht meiner Reaktionen bei meiner Rückkehr, hat mein Alien beide Hunde am Wochenende in eine Tierpension gebracht und Samstag bekam ich die Nachricht, er sei nun in Wien.
Gestern, als ich mit Schnappatmung in meinem Häuschen stand, erfuhr ich, dass er mittlerweile in Belgrad ist.
In Belgrad ist es übrigens heiß.
Seither bin ich hin und hergerissen.
Ich hoffe, er kommt heil von diesem Roadtrip zurück - damit ich ihn hier dann in kleine Fetzen schimpfen kann!
Zuerst mal habe ich viel Zeit mit Staub saugen und wischen verbracht.
Dann kamen die kleinen Überraschungen ...
Erstaunlich, was aus ein paar Mülleimern werden kann, oder der Spülmaschine, oder dem Kühlschrank ... wenn man sie 2 Wochen lang der Sommerhitze und einem Pubertisten überlässt.

Waschmaschine, Trockner ... im Wasserschälchen der Katzen trieb ein totes Mäuschen - ich räume ein, dafür kann der Alien vermutlich weniger, als die Katzen ...

Als ich mich dann abends ermattet auf meine (zweimal gesaugte) Couch setzte und Inspector Barnaby sehen wollte, hatte mein Fernseher keine Fernbedienung mehr. Knöpfe zum manuellen Bedienen hatte er noch nie ...
Ich schickte eine kurze Anfrage an meinen Sohn und erfuhr, dass Robin die Fernsteuerung evtl. in sein Zimmer verschleppt hätte.
Wer ist Robin?
Klingt Robin nach einem Mädchennamen?
Egal ... mutig machte ich mich auf.
Bisher hatte ich es peinlich vermieden, des Aliens Zimmer zu betreten, aber die Zeit wurde knapp, wenn ich Inspector Barnaby bei seinem neuesten Fall helfen wollte ... Ich öffnete die Tür des letzten verbliebenen Kinderzimmers und nach wenigen Minuten der Schnappatmung, entdeckte ich die Fernbedienung zwischen ein paar Kleidungsstücken, Zeitschriften und leeren Getränkedosen auf dem Bett des Aliens.

Übrigens habe ich auch noch ein ordentliches Kind.
Ähm, Ex-Kind und nun Erwachsene ...
An der Erziehung liegt es also nicht.
Mit weiser Voraussicht hatte der Alien sein Zeugnis auf die Kommode gelegt.
Nächstes Jahr macht er sein Abi und seine Noten versöhnen mit vielem.
(seine Noten und die Aussicht, dass er sich dadurch irgendwann einmal eine Haushälterin leisten kann ...)
(seine Noten und der Umstand, dass er unbedingt irgendwo in Bayern studieren möchte, was bedeutet, dass er im nächsten Sommer also auch ausziehen wird :)

Die flächendeckende Chaos- und Dreckwelle, die mein Haus während meiner Abwesenheit geflutet hat, führte jedenfalls dazu, dass ich erst abends dazu kam, den Kühlschrank auszuräumen und mich mental auf:
ab morgen gibt es Saft!
vorzubereiten.

So, und wie es nun mit mir und dem Gemüsesaft weiter geht ... erfahrt Ihr morgen und übermorgen und ... hoffentlich den nächsten 60 Tagen.

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