Worum es hier geht

Freitag, 31. Juli 2015

Die mit dem Chaos kämpft ...


gestern war Tag 10 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 94,6 kg
abgenommen - 3,4 kg
gestern gegangene Schritte: 3.280
auf dem Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft, Obst, Obst, Obst pürierte Tomaten am Abend :)
Schlafenszeit: ca 2 Uhr


Ok, ja, das war jetzt lustig:
Als ich gerade auf der Waage stand, dachte ich "Yeah, 94,6 kg - da habe ich aber toll abgenommen!"
Ihr hättet mein Gesicht mal sehen sollen, als ich bemerkte, dass ich mein Gewicht exakt gehalten habe.
Mein Gewissen ist nämlich ziemlich ... rein.
Die letzten Tage waren turbulent.
Termine und Überraschungsgäste wechselten sich munter ab und im Endeffekt muss ich mir eingestehen, dass ich mehr Obst aß, als dass ich Gemüse entsaftet habe. Dazu verharrte ich angesichts des Wetters in ziemlicher Reglosigkeit und ... ach ja, mein Körper rafft gerade mal wieder zyklusgemäß Wasser an sich.
Wobei ich lediglich versuche, EUCH meinen Gewichtsstillstand zu erklären.
Mir selbst ist er tatsächlich relativ gleichgültig.
Mein Schrank ist voller Kleidung, die bei 98 kg ganz ok aussah - knappe 95 kg bringen den magischen Wow-Effekt mit sich.
Da ich ja ganz bald ganz schlank bin, trage ich nun täglich meine schicksten "Kleidchen", summe vor mich hin, nehme mir Zeit fürs Make up und ... was soll ich sagen:
vermutlich bin ich für mein Umfeld so dick wie vorher, aber ich habe eine positiv sommerliche Ausstrahlung, die evtl. ansprechender ist, als mein Wintermodus.

Für den Mittwoch fragten zwei Couchsurfer an, ob sie bei mir übernachten könnten.
Ich wohne relativ nah am "Ochsenweg", der von Pilgern benutzt wird.
Und so hat mein Kuhdorf zwar wenig zu bieten und die Zahl der potentiellen Couchsurfer ist gering, aber die die kommen, sind dafür meist echt interessant.
Ich las "Brian und Elke" und hielt sie eben für ein nett abgedrehtes Pilger-Pärchen.
Klar könnt ihr hier schlafen, antwortete ich, aber ich habe keinerlei Nahrungsmittel im Haus.
Und dann schaute ich mir die Couchsurfer-Profile an.
Es waren nicht Biran und Elke, sondern Brian und Eike.
Beide 18 und als sie hier ankamen, klatschnass, todmüde und völlig ausgehungert.
Während sie duschten (getrennt, nacheinander, nix Sodom und Gomorra), düste ich ins Dörfli und kaufte beiden einen Döner.
Sie kommen aus Buxtehude und wandern nach Dänemark, wo sie Betreuer in einem Feriencamp sind.
Mein Alien ist mittlerweile in Durres angekommen.
Die Achtzehnjährigen von heute gefallen mir - sie haben herrlich bekloppte Ideen.
Durres liegt übrigens an der Adria-Küste Albaniens - ich habe es gegoogelt.
In der Dönerbude zu sitzen, war eine Herausforderung für sich und als die beiden Wanderer schliefen, hatte ich prompt eine gruselige Heißhungerattacke.
Vom Döner war rein gar nichts mehr übrig und so futterte ich eine halbe Wassermelone, die ich vermutlich völlig ignoriert hätte, wenn noch etwas anderes im Haus gewesen wäre.
Da beide Wanderer bereits von Wetter und Rucksackschleppen zermürbt war, überzeugte ich sie, ihr Gepäck doch schon mal zur nächsten "Couch" zu fahren.
Für mich liegt Westerrönfeld auf dem Weg zum Tierfutterladen in Rendsburg.
Sie packten einen Rucksack in meinen Kofferraum, den anderen schleppten sie dann durch den Regen mit sich.
Ich winkte den beiden hinterher, als das Telefon klingelte und (m)ein Cousin mit seiner Frau anfragte, ob ich Lust auf Besuch hätte.
Ich sagte natürlich zu, aber kaum hatte ich aufgelegt, ergriff mich leise Panik.
In der Familie gelte ich vermutlich eh schon als ziemlich durchgeknallt, aber irgendwas sagte mir, ich sollte den beiden keine Selleriestangen zum Kaffee servieren.
Also fuhr ich wieder ins Dorf und kaufte einen Mandelkranz, Kekse, weiße Dinger ohne Schokolade und Schokotaler mit Liebesperlchen drauf.
Daheim verteilte ich meine Beute auf 2 Tellern, kochte Kaffee und probierte mich durch meine Kleidchen, bis ich auf eines stieß, in dem ich mich ungemein seriös und vernünftig finde.
Übrigens hatten meine beiden Wanderer sich Brot und Krams zum Frühstück mitgebracht - nicht, dass Ihr meint, ich hätte sie hungrig auf die Straße geschubst.
Nachdem auch mein Cousin und seine Frau wieder unterwegs waren, packte ich den restlichen Mandelkranz und alles an Keksen und Krams in eine große Keksdose und lieferte es zusammen mit dem Rucksack bei der nächsten "Couch" ab.
Wer sich jetzt für "Couchsurfing" interessiert, findet hier alle Infos:
https://www.couchsurfing.com/
Eins vorab: Geld bekommt man nicht - nur gelegentlich Gäste und viel Spaß

Tja, und gestern war ich bei gleich 3 Freunden zum Kaffee und habe mein Auto durch eine kleine "Nach-Schweden-Inspektion" geschubst.

Ab heute (eine meiner häufigsten Redewendungen, fürchte ich ... und eine meiner am häufigsten ignorierten Redewendungen zugleich) steht das Laufband erst mal ganz oben auf meiner täglichen ToDo-Liste.
Ok, ja, nach
Kaffee für mich
und
Hühner, Katzen und Hunde füttern.
und
Blogbeitrag schreiben

aber jetzt!

1 Kommentar:

  1. ich finde dich einfach SUPER !
    und ich weiß wie die 18 jährigen ticken ,lebe es jetzt das 4 und letzte Mal aus ,seufz
    Mach einfach weiter so,ach ja,ich empfinde dich als ganz Normal ;)
    glg
    Alex

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