Worum es hier geht

Montag, 23. Februar 2015

Tag 60 vom Saftfasten nach Joe Cross

gestern war Tag 59 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 93,5 kg
abgenommen - 17,4 kg
gestern gegangene Schritte: 8.691
auf dem Laufband: -
Ernährung: Milchkaffee, Saft, Saft, Saft ...
Ebay:
entrümpelt: 33.613 Gramm
Schlafenszeit: 24 Uhr


Gerade noch rechtzeitig fiel der berühmte Groschen:
wenn gestern Tag 59 meiner Saftfasterei war,
IST heute Tag 60.

Und da morgen Hektik angesagt ist, nehme ich mir heute mal die Muße zum Vergleich.

Ganz zuerst der Hinweis:
ich habe beim Saftfasten ziemlich häufig gepatzt.
Da ich nebenbei meinen Alien bekochen muss und noch dazu die Hausfrauenseite mit all ihren Kochrezepten betreibe, konnte ich mich nie so weit vom Thema Kochen/Essen lösen, wie es nötig gewesen wäre um wirklich schier und streng mit Gemüsesaft zu fasten.
Statt dessen habe ich mit Freuden "abgeschmeckt",
mit leise schlechtem Gewissen "genascht" und "gesündigt"
und während der Grippe dann aus Vernunft meinen Magen mit Brot und Bananen vor den Medikamenten geschützt.

Mein Entschluss steht fest:
ich werde genau so weitermachen :)

Alles ist gerade so gut eingespielt, dass ich morgen meinen Entsafter einpacken werde, wenn es auf nach NRW geht.
Ok, an einem Tag werde ich etwas essen - der Schwiegerpapi hat Geburtstag und wir gehen essen.
Eine Tradition, die ich für nichts aufgeben möchte.

Ah, der Vergleich:
im Dezember war mein Leben sehr ok
Es gibt weit und breit keinen Mann in meinem Leben und finanziell neige ich zu derartigen Fehlentscheidungen, dass meine Entscheidung zum Konsumverzicht 2015 nicht völlig aus Idealismus entstand ...
... noch dazu kommt der Tag immer näher, an dem auch Kind No. 2 Hotel Mama verlassen und studieren wird.
Aber das sind Dinge, die man auch von der guten Seite betrachten kann.

Wie schlecht es mir im Dezember eigentlich ging, merkte ich erst im Januar, als es aufhörte mir so schlecht zu gehen.
Nach nur 1-2 Wochen Saftfasterei, waren meine täglichen Kopfschmerzen und anderen Zipperlein vom Tisch.
Wie sehr ich mich an Kopfschmerzen gewöhnt hatte, merkte ich beim Aufräumen der Küche, als ich die griffbereiten Kopfschmerztabletten dann mal wieder im Medizinschränkchen verstaute und seither auch nur einmal heraus holte, um einer Freundin eine Tablette gegen ihre Kopfschmerzen zu spendieren.

Aus der sehr lästigen Pflicht der täglichen Hunderunde, wurde im Januar wieder ein Vergnügen und statt mich zu einer Mindest-Distanz zu schleppen und den Hunden dort mit schlechtem Gewissen noch eine Weile den Ball zu werfen, damit sie hinreichend Bewegung bekommen, werden die Runden jetzt nach Lust und Laune immer länger und immer öfter muss ich auf meine schwarze Trödeltante warten, die nach unseren Hunderunden wieder ins alt bekannte Schnarch-Koma fällt.
Auch wurde die schwarze Trödeltante deutlich schlanker, da sie nun wieder mehr Bewegung hat.
Der blonde Dussel beweegt sich eh ununterbrochen ...

Schlafen wurde wieder zu einer erholsamen Geschichte.
Im Dezember überlegte ich, eine neue Matratze zu kaufen, da meine Matratze furchtbar unbequem war.
Dauernd überlegte ich, wie ich meinen Oberkörper höher lagern könnte und schob mir immer mehr Kissen unter den Kopf, nur um am nächsten Morgen völlig zerschlagen und kopfschmerzig zu erwachen.
Mittlerweile finde ich mein Bett völlig bequem, schlafe prima und erwache hellwach und ausgeruht.
Ich muss nachts öfter mal auf die Toilette, schlafe danach aber problemlos wieder ein.

Im Februar gab es ein Wiedersehen mit "meiner Dicken".
Nach ca 2 kranken Grippewochen lag hier einiges im Argen.
Haushalt, Arbeit, Mutterpflichten ...
Die Dicke krempelte die Ärmel hoch, sorgte dafür, dass hier alles wieder rund lief und futterte dafür wie damals immer rund um sich herum.
Nach 2 Tagen entdeckte ich aber, dass die Dicke wieder das Kommando übernommen hatte und schaltete mit etwas Mühe wieder auf den Saftfasten-Modus um.
Das war nicht ganz einfach, aber dennoch bin ich nicht im Geringsten sauer auf "meine Dicke".
Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass ich sie in mir habe.
Gebt ihr eine Tüte Chips und sie bringt "mal eben" Euren Haushalt, Eure Mailbox und das restliche Arbeitsgebirge wieder ans Laufen und bemuttert nebenbei noch liebevoll Euren Nachwuchs.
So gesehen ist die Dicke Klasse!
Auf jeden Fall besser, als eine innere Schnapsdrossel, Kaufsüchtige, Junkie ... und was es noch alles an Kompensationsmöglichkeiten für alleinerziehende Freiberufler mit eigenem Häuschen gibt ...
So gesehen, ist es evtl. kein Zufall, dass ich meine Dicke jetzt gerne in den wohlverdienten Ruhestand schicken möchte, da meine Kinderlein flügge werden.
Mir ist dabei sehr bewusst, dass es gut sein könnte, dass ich ohne ihre tatkräftige Unterstützung evtl. den Punkt "eigenes Häuschen" überdenken muss.
Ich liebe meine Reet gedeckte Kate, aber ganz ehrlich:
ich hätte viel weniger Stress, Arbeit, Hektik, Sorgen, Gedanken ... am Hals, wenn ich sie mit "entrümpeln" würde und als werdender Single mit "ach, meine Kinder sind schon groß und leben ihr eigenes Leben" ist auch der Bedarf an "Häuschen" deutlich geringer.
Nun, das sind Gedanken, die ich mir auch ganz prima 2016 oder 2017 machen kann.
... oder könnte, wenn nicht hin und wieder so ein "ich könnte reisen!" "boah, ich könnte mal hier, mal da, mal dort wohnen!" aufblitzen würde.

Sind das noch Gedanken, die irgendwas mit "60 Tage Saftfasten nach Joe Cross" zu tun haben?
Ja!
Denn mit den schwindenden Pfunden wird auch mein Denken wieder freier.
Ich merke, dass ich mir mehr "unter Leuten" vorstellen kann.
Ich merke jetzt erst, wie sehr meine Figur mich Schutz im Gewohnten suchen lässt.
Ich merke, dass die Dicke sich immer nur nutzbringend unter andere Menschen gemischt hat.

So, und hier ziehe ich den Strich ...
die werdende Normalgewichtige muss jetzt nämlich aufs Laufband!

Kommentare:

  1. Das klingt so klasse, ich freue mich für dich!

    Anke

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  2. Ich freu mich so für dich, es ist schön zu sehen dass es wirklich zu schaffen ist ... du machst mir Hoffnung! Franka

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  3. Wie währe es mit einer "Übergangs Marilyn" irgendwann hat das ganze ja mit "sinnlich abnehmen" angefangen.
    Wie gesagt bei mir ist die mit 93Kilos immer präsent ;-)

    Die Erkenntnis dass sich die Dicke immer nur nutzbringend unter Menschen gemischt hat ist, echt schwerwiegend.
    Ich gratuliere dir zu deinem neuen Körpergefühl!
    LG Susanne

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  4. Hab mich die letzten zwei Stunden immer mal wieder streckenweise durch eines deiner alten Blogs und dieses Blog gelesen. Tröstlich das ich nicht die einzige bin, die gerne lange Blogpostings schreibt :D

    Beste Grüße und gutes Gelingen beim weiteren Weg!

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  5. Hey! Ich bin zwar erst heute auf deinen Blog gestoßen, aber habe schon einige Zeit jetzt hier verbracht. Nachdem ich Fat, sick & nearly dead gesehen habe, musste der arme Postbote ein paar Tage später ein großes Paket mit einem Entsafter die Treppe hoch in den 4. Stock schleppen... Der Entsafter ist seitdem fast jeden Tag im Einsatz, aber zu so richtigem Saftfasten konnte ich mich irgendwie nicht durchringen. Vielleicht finde ich hier ja die nötige Motivation ;)
    Liebe Grüße
    Elly von leichtwerden.blogspot.co.at

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  6. Hey! Ich bin zwar erst heute auf deinen Blog gestoßen, aber habe schon einige Zeit jetzt hier verbracht. Nachdem ich Fat, sick & nearly dead gesehen habe, musste der arme Postbote ein paar Tage später ein großes Paket mit einem Entsafter die Treppe hoch in den 4. Stock schleppen... Der Entsafter ist seitdem fast jeden Tag im Einsatz, aber zu so richtigem Saftfasten konnte ich mich irgendwie nicht durchringen. Vielleicht finde ich hier ja die nötige Motivation ;)
    Liebe Grüße
    Elly von leichtwerden.blogspot.co.at

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)