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Samstag, 24. Januar 2015

Die Geschichte von Drew Manning - from fit2fat

gestern war Tag 29 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 96,4 kg
abgenommen - 14,5 kg
gestern gegangene Schritte: 18.216
auf dem Laufband: 140 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 22.581 Gramm
Schlafenszeit: Mitternacht


Katie Hopkins, die man mittlerweile weggesperrt hat*, war bei weitem nicht die einzige, die absichtlich zugenommen hat.
Der amerikanische Fitness-Trainer Drew Manning war ihr da voraus.
Er hat auf sein Experiment ein ganzes Jahr verwandt und bei einem Ausgangsgewicht von durchtrainierten 87,5 kg auf 120,2 kg zugenommen. Dabei hat er in der Zeit komplett aufs Training verzichtet und sich vom typisch amerikanischen Fastfood ernährt.
Softdrinks, Weißmehlprodukte und Fertigmampf.
Dazu wöchentlich ein reißerisches Großfressevent, das er werbewirksam bei Youtube einstellte.
Naja, um in den USA Aufmerksamkeit zu generieren, muss man schon einiges bieten und dem kam Drew Manning mit durchschlagendem Erfolg nach. Seine Geschichte finde ich dennoch tatsächlich hilfreich.
Zuvor sind ihm nämlich massenhaft Kunden abgesprungen, die er trainiert hatte.
Herr Manning sagt, sein Fehler war es, völlig untrainierte, übergewichtige Menschen durch seine Routine schubsen zu wollen. Nach seinem Abstecher ins Übergewicht, hatte er tatsächlich sehr viel mehr Verständnis für die Trainingsmöglichkeiten untrainierter Dicker und deren Sucht nach Zucker, Fett und Kalorien, denn über die langen Wochen seiner "Zunahmereise", hatte er genau diese Gelüste und Süchte auch entwickelt.
Zudem hatte er sich mit seiner neuen, bauchigen Figur nun auch unsicher und abgelehnt gefühlt.
Als er zu Schnarchen begann, hat ihn seine Frau zB aus dem Schlafzimmer verbannt, was er damals wie einen grandiosen Witz verkaufte, obwohl es sein Ego schwer verletzte.
Seine Frau berichtete, dass er ihr fremd wurde.
Nicht nur sein Körper veränderte sich, sondern sein ganzes Wesen.
Er wurde träge, wollte nicht, dass sie ihn unbekleidet sah und war sehr empfindlich.
Ständig machte er das Licht aus und nahm Worte persönlich, die sie gar nicht beleidigend gemeint hatte.
Drew Manning hatte auch das Gefühl, als Vater zu versagen, weil er einfach nicht mehr die Kondition hatte, lange mit seiner zweijährigen Tochter zu spielen. Die Kleine weinte dann und bettelte, dass er doch weiter machen solle ...
Das Abnehmen und Trainieren nach der Zunahme stellte sich als viel schwieriger heraus, als er es sich vorgestellt hatte.
Seine Ernährungsumstellung von zuckrigen Frühstücksflocken auf Vollwertflocken ohne Zucker zB. schmeckte für ihn schwer nach Hundefutter und er hatte solche Gelüste nach dem Zuckerzeug!
Die erste Trainingswoche sei schlicht die Hölle gewesen und keine Erlösung.

Er hatte Kopfschmerzen, war launisch, depressiv - er sagt, er hatte Entzugserscheinungen, als hätte er Drogen abgesetzt, obwohl er lediglich auf Softdrinks, Fastfood, Weißmehlprodukte und zuckrige Frühstücksflocken verzichtete.
Auch das Gefühl, alles richtig zu machen und dennoch einen Gewichtsstillstand und den Frust darum, beschreibt er sehr nett.
Er tut nun nicht so, als könne er wirklich mitreden, was ein langjähriges Übergewicht und falsche Ernährung angeht, aber ich kann mir vorstellen, dass er seine neue Beliebtheit als verständnisvoller Trainer nun durchaus verdient.
Natürlich hat er auch ein Buch herausgebracht:

Und hier ist noch der Link zum Blog

Mein Sport und ich ...
Ich betone hier immer wieder, dass ich auf dem Laufband gehe.
An manchen Abenden, gehe ich bei einem Tempo von gerade mal 4 kmh.
Ich gucke immer sehr genau, welches Tempo sich gut anfühlt.
Wirklich gut - nicht eben machbar, sondern schön. Wohlfühlfaktor.
Es ist ganz egal, wie schnell ich gehe; ich schwitze auch bei 4 kmh kräftig, wenn ich das über eine Stunde durchziehe.
Und mir ist diesmal einfach nur wichtig, dass ich mir nicht selbst wieder Angst mache mit dem Anspruch auf höhere Leistungen.
Lustig ist, dass diese Rechnung ganz nebenbei aufgeht.
Gestern zB bin ich 140 Minuten lang bei 5 kmh gegangen, einfach weil sich dieses Tempo gut anfühlte; ich Lust darauf hatte und ich vorne auf den Rand trampelte, wenn das Laufband langsamer war.
Und ich erwischte mich bei dem Gedanken, ob das Laufband eigentlich stark genug sei um darauf zu rennen - und ob ich den Fernseher dann noch hörte.
Nein, ich bin nicht gerannt, aber ich hatte erstmals solche Gedanken.
Ach, und beim Entrümpeln war ich ja auf 3 Springseile gestoßen.
Mittlerweile habe ich davon 2 auf den Entrümplungshaufen geschubst, weil es keinen Spaß macht, mit ihnen zu springen.
Sie mögen die Sprünge zählen, aber die Strippen sind aus Plastik und verdrehen sich dauernd.
Das, was mir daran auffiel war aber: ich habe einige Minuten darauf verbracht, 3 Springseile auf ihre Tauglichkeit auszutesten.
Im Dezember wäre ich lieber gestorben, als gehopst!

*Katie Hopkins befindet sich derzeit im Promi Big Brother Container.

1 Kommentar:

  1. Genau, diese Katie Hopkins hat das völlig falsch aufgezogen, weil sie zu doof ist. Sie wollte was beweisen, Drew Manning wollte, wie ich deinen Artikel verstehe, eine Erfahrung machen. Übrigens ist aus diesem Grund ein WW-Coach in unser Gegend gescheitert, sie hatte nie Gewichtsprobleme und man konnte es ihr nicht "abnehmen", das "Abnehmen" mit WW funktioniert. (Gut du hast ja auch gegensätzliche Erfahrungen gemacht, aber unser Coach sagt immer, dass man mit WW auch erfolgreich zunehmen kann ...) Ich habe das Glück, dass WW mir geholfen hat. Aber ich brauch auch die Gruppe und finde es klasse, dass du es alleine durchziehen kannst.

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)