Worum es hier geht

Dienstag, 6. Mai 2014

Mein Alltag hat mich wieder ...

... allerdings kommt er durch meine Abwesenheit wie eine Flutwelle daher ...

Mein Väterchen hat die 2 Wochen bei mir gut überstanden und ist nun wieder samt polnischer Pflegerin in seinem Zuhause.
(meine Mutter ist weiterhin nur an den Wochenenden bei ihm)
Der Urlaub bei mir hat ihn völlig verwirrt und er war noch desorientierter als zuvor.
Mich erkannte er zB nicht mehr als Tochter, sondern siezte mich und erwähnte öfter, dass ich eine polnische Krankenschwester sei.
Immerhin ist er meist sehr freundlich zu polnischen Krankenschwestern und wir hatten eine anstrengende, aber auch schöne Zeit.
Da ich ihn nicht wie einen alten Tanzbären vorführen wollte, sah ich vom Bloggen ab.

Ich möchte mich hier wieder auf mein Entrümpeln und Co konzentrieren, daher erspare ich Euch auch weitere Anekdoten über meine Mutter, die tolle Frau ...

Nur so viel:
Nachdem ich mich 2 Wochen lang um ihren Gatten gekümmert und ihn dann die 500 km wieder nach hause gefahren habe und dann gemeinsam mit einer meiner Schwestern in einem echten Kraftakt ihre Küche entrümpelt und geputzt habe, ist sie derzeit nun zu tiefst beleidigt, weil ich sie nicht freundlich genug begrüßt habe.
Was stimmt, ich hatte mich zuerst einmal auf meinen Sohn gestürzt, den ich 2 Wochen lang nicht gesehen hatte.
Böse von mir, böse böse böse.

Aber:
es war einfach göttlich, die Küche meiner Mutter zu entrümpeln.
Wir fanden Lebensmittel, die 1989 abgelaufen waren.
Mit DM-Preisen, alter Rechtschreibung und vierstelligen Postleitzahlen von Herstellern, die es teilweise schon gar nicht mehr gibt.


Bei Puddingpulver mag das alles ja noch ganz witzig sein, aber leider sind nicht alle Lebensmittel nach Jahrzehnten noch so ansehnlich und so kämpften wir öfter mit Ekel und Fassungslosigkeit.
Der Brotkasten und Kühlschrank ... das überlasse ich Eurer Phantasie.

Leider ist eine direkte Kommunikation und somit eine Abstimmung unserer Hilfe mit meiner Mutter nicht möglich, da sie es vorzieht, wortreich (vor Dritten) unter ihren Töchtern zu leiden, die sich gegen sie verbündet haben und nun hinter ihrem Rücken ihr Haus plündern ...
(kein Scherz, angeblich haben wir Senfgläser gestohlen und den Messbecher vom Eierkocher
- ich habe ihnen umgehend einen neuen Eierkocher bestellt und meine Schwester bringt beim nächsten Besuch einen Schwung Senfgläser vorbei ...)

Nachdem ich irgendwann einmal gekränkt und bockig beschlossen hatte nieee wieder und gar nicht mehr zu helfen, kam ich dazu, als mein dementes Väterchen versuchte, aus dem verschimmelten Brotkasten und dem Kompost im Kühlschrank ein Abendessen zu machen.
Daher änderte ich meine Meinung komplett und werde künftig einfach stur tun was nötig ist und ist mir doch egal, was meine Mutter über mich erzählt.
(wir haben Mai, ich habe allein dieses Jahr nun 5 Wochen mit/bei ihnen verbracht und lasse sie völlig im Stich ... aha)

Beim nächsten Besuch ist zB der Vorratskeller fällig.
Dort stehen nicht nur zig prall gefüllte Regale, sondern auch noch 2 Kühltruhen, in denen noch Porree aus den 90er Jahren gekühlt wird.
(kann man alles noch brauchen)

So, ab morgen schreibe ich wieder von eigenen Entrümplungen.
Mein Gewicht würde ich zu gerne totschweigen ... aber die Waage meiner Schwester meinte:

*seufz*

1 Kommentar:

  1. Schön, dass du wieder da bist Pfundi!
    Und deine Mutter schiesst den Vogel ab, ist so von weitem betrachtet fast schon Komik was sie da produziert.
    Heute ist Anti Diät Tag, also Wurst ( oder Chips ? ;-) was irgendeine Waage sagt.
    Gut, hast du es überstanden!!

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)