Worum es hier geht

Mittwoch, 5. März 2014

So viel Platz!


gestern:
Schritte: 7.094
gekauft: 2 Hosen als Ersatz
Diät: oje, Hüttengaudi bei Mc D ...
entrümpel/aufgeräumt:
entsorgt/verkauft: 1 Buch versandt (Ebay)


Ich habe knapp 2 Stunden gebraucht, meine Kleidung ins Dachgeschoss zu packen.
Dabei habe ich in meiner 50-Kleidungsstücke-Liste auch noch eine Änderung vorgenommen, da ich noch einen Pulli und eine Jacke für unverzichtbar befunden habe. Beides geht von den Strümpfen ab.
Wer braucht schon Strümpfe?


Meine Tochter guckte meinem geschäftigen Treiben skeptisch zu.
Nicht zu skeptisch, da ich sie zur Schule bringen sollte ... und angesichts einer Tochter, die mich für irre erklärt evtl. die Lust an diesem Chauffeursdienst verlieren könnte.
Das wollte sie eher nicht riskieren ...
Daher beschränkte sie sich auf leise Skepsis und Kommentare wie:
ich glaube, ich käme alleine schon mit der Anzahl meiner Strumpfhosen auf über 50!
Ja, das glaube ich auch, da sie wundervoll lange, schlanke Beine hat, die sich am besten durch sehr kurze Röcke und blickdichte Strumpfhosen betonen lassen.
(Natürlich wären Nylons auch prima, aber auf Dauer werden all die sabbernden Männer auch lästig ...)

Ein paar Mal dachte ich zu Unrecht, ich sei schon fertig und musste gleich noch mal ran.
ZB hatte ich die Hakenleiste mit meinen Tüchern vergessen.
Etwas peinlich, dass ich unter all den Tüchern gleich auch noch einen vergessenen Beutel mit Strickzeug fand.
*hust*

Überhaupt hatte ich sehr viele "ach ja" Erlebnisse, wenn ich auf Kleidungsstücke stieß, die ich längst vergessen hatte.
Sehr witzig dabei ist, dass ich meinen Kleiderschrank vor 2 Jahren erst komplett entrümpelt hatte.
Ich stelle fest:
das kann man problemlos jährlich machen!

Gerade bei einer dicken, kleinen Frau wie mir, befindet sich vieles im Kleiderschrank, was sie gar nicht anziehen kann.
Jedenfalls aktuell nicht - aber evtl. in 1 oder 2 Wochen?! Monaten?!
Das heißt, ich habe bei 90% der Dinge, die ich heute auf den Dachboden geschleppt habe, das Gefühl, dass ich sie eh nicht trage.
Entweder nicht tragen kann, da ich nicht rein komme
oder nicht tragen will, da ich sie überhaupt nur deshalb gekauft habe, weil ich rein komme.
Verlegenheits-Säcke ...
und die ungeliebte Jeans, die ich zuletzt (nicht gestern) bei C&A erstanden hatte.

Gestern habe ich übrigens gefuscht, was meine Konsum-Diät angeht.
Für eine an den Oberschenkeln wieder mal durchgerubbelte Jeans, habe ich mir gestern zwei Jeans-artige Hosen ohne Reißverschluss oder Taschen gekauft.
Wie nennt man das?
Auch schon Jeggins?
Allerdings nicht eng.
Mit Pulli drüber sieht es auch wie Jeans (und ist ja auch gar nicht peinlich ...)
Und davon habe ich gleich 2 gekauft, da derzeit Schlammwetter ist und Hosen nach einer Waldrunde mit den Hunden entsprechend waschbedürftig aussehen.

Jedenfalls habe ich gestern meine teuersten, besten und schönsten Klamotten aus dem Schrank geholt.
Die Sachen, die sonst irgendwelchen Anlässen vorbehalten sind.
Mich gibt es bis Ostern also in schick, sportlich oder Hunderunde.

Bis Ostern werde ich nun täglich auf den Dachboden gehen und meine Kleidung sortieren in:

zu eng, aber behalten
zu eng - weg damit
passt - behalten
passt, gefällt mir aber nicht und weg damit

und
wtf (Was genau ist das? Warum habe ich das gekauft? Gehört das wirklich mir? Kann man das verkaufen, verschenken, essen?)

Die letzte Sparte kam mir in den Sinn, als ich einen schmalen Schrank ausräumte, den ich ca 2 Jahre nicht geöffnet habe ...





Mein Töchterlein hat die Gelegenheit genutzt und uns gleich mal 2 Tische auf einem Frauen-Flohmarkt gebucht.
Sie umkreiste mich den halben Vormittag wie eine Möwe ein Fischerboot.
Ein herrliches Alter, in dem man alles irgendwie haben möchte und auch irgendwann brauchen kann ...

Nachdem ich alles ausgeräumt, geputzt und wieder bestückt hatte und gerne ausgiebig duschen gegangen wäre, habe ich sie erst einmal in die Schule gebracht.
1 Stunde Fahrt insgesamt, damit sie nicht 5 Stunden in der Schule herumsitzt und "Freistunden" genießt.
Bei der Fahrt erzählte sie mir, dass sie in der Schule gemobbt würde, wenn sie nur 50 Kleidungsstücke besäße.

Keine Ahnung, ob ihre Einschätzung richtig ist.
Da sie gerade im Abi-Stress ist und ihr Leben sich dadurch gerade eh in einer recht aufregenden Umbruch-Phase befindet, werde ich nicht einmal versuchen, sie zu einem Mitmachen zu überreden.
Aber interessant ist schon, ob die Menge an Kleidung, auch mit diesem alten Zitat aus meinem WiSo-Unterricht zusammenhängt.

Wir kaufen Dinge, die wir uns nicht leisten können, von Geld das wir uns leihen müssen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen.
sehr frei zitiert - das mit dem WiSo-Unterricht ist *kreisch* 30 Jahre her.
Adam Smith hieß der gute Mann - und jetzt werde ich kurz mal googeln :)

Ok, es gibt einen Adam Smith, aber wie mein Zitat nun korrekt lautet und ob es wirklich von ihm stammt, lässt sich so schnell nicht feststellen.
Egal: Tag 1 meiner Klamottenkur ist schon mal sehr anregend.

Und jetzt suche ich mal den Rest zusammen um den Blog hier wieder "richtig" zu führen.


Weg sind 2014:

Kram: 153,6
Kilos: 900 Gramm

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