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Donnerstag, 6. März 2014

Klamottenkur Tag 1

Wie geplant, habe ich 10 Kleidungsstücke - ich beginne mit denen, die auf Bügeln hingen - durchgesehen.

3 Teile landen voraussichtlich am Fastenende einfach wieder im Schrank.
1 Kleid, ein echtes Lieblingskleid landete nun doch im Müll, weil es einen Fleck an einer sehr präsenten Stelle hat.
Ich konnte mich nie überwinden, es weg zu werfen, weil ich es von einer echten Traumreise aus Stockholm mitgebracht habe, die Farben, das Material, den Schnitt und alles daran liebte ... Da ich es wegen des Flecks aber doch nie mehr trug, ist es nun doch im Müll (400 Gramm)
1 Kleid wartet auf den Frauen-Flohmarkt. Es passt mir noch, aber ich habe es zu oft getragen und kann mich darin einfach nicht mehr sehen. (440 Gramm)
5 Kleidungsstücke sind schlicht zu eng/klein - nicht meine derzeitige Kleidergröße und ich werde mir heute eine wunderschöne neue Kiste für sie zulegen (und damit gegen meine Shopping-Diät verstoßen)
Da wir aber ein Reetdach haben, brauche ich dicht schließende Plastikkisten, wenn ich Kleidung lagern möchte, sonst riecht alles nach dem alten Räucherdach und noch dazu verrotten Pappkartons schlicht recht schnell auf dem Dachboden.
(Dennoch möchte ich mit keinem das Dach tauschen - bei mir gibt es Käuzchen, Fledermäuse und den Charme eines 250 Jahre alten Strohdachs :)


Von 10 Kleidungsstücken waren also 7 überflüssig im Schrank.
Ziemlich heftig.

Ansonsten habe ich meinen 1. Klamotten-Fastentag ausgerechnet in einem Outlet Village verbracht und ein Vermögen für Klamotten ausgegeben.
Mein Sohn hatte schon seit geraumer Zeit ein "ich habe nichts anzuziehen" gestöhnt und mir beim Waschen immer ein wenig Druck gemacht.
Ich habe ihn ganz schön angezickt, da wir im Herbst erst für ihn shoppen waren.
Vor seinem vollen Kleiderschrank forderte ich ihn also auf, bitte alles auszuräumen, was zu klein sei.
Daraufhin kippte er mir den Inhalt seines Kleiderschranks vor die Füße.
(Nur die Socken nicht ...)
Zu meinem Entsetzen hatte er Recht.
Ein paar Stücke ließ ich ihn anprobieren und ... sie waren zu kurz.
Alles was noch passte, war tatsächlich in der Wäsche und das war nicht wirklich viel.
Mit 16 verlässt er also Kleidergröße XL und passt nun in die XXL.
Und ich betone: alles andere ist zu kurz.
Nicht etwa zu eng.

Ich hoffe sehr, er ist jetzt fertig mit Wachsen.
Und stehe nun vor einem XL-Klamotten-Gebirge, das ich bei Ebay einstellen werde (aber nicht zum Entrümpeln zählen kann, da wir ja Nachschub organisiert haben)

Meinen Nachwuchs lasse ich mit meinen Entrümplungs-Ideen einigermaßen in Ruhe.
Sie bekommen mit, was ich tue; wir reden darüber, aber ich fordere sie nicht auf, es mir nach zu tun oder spotte gar über gewisse Sammelleidenschaften oder Shopping-Freuden.
Dennoch färbe ich ein wenig ab.
Sicherlich kein Zufall, dass mein Sohn zeitgleich mit mir nur noch passende Kleidung im Kleiderschrank haben will und nebenbei auch noch ein wenig "Kinderzimmer" zugunsten "Jugendzimmer" umgeräumt hat.
So wurden eine lustig flackernde Fackel-Lampe und ein Drachen-Stofftier verbannt.

Ja, Jungs, die mal eben einen Kleiderschrank kippen und wieder hinstellen können, machen ihren Müttern schon klar, dass sie so langsam "groß" werden.
(und irgendwann werde ich mir auch das "Hasi" endlich komplett abgewöhnt bekommen - immerhin bin ich mittlerweile so weit, noch schnell in Ha-rald abbiegen zu können, wenn mir wieder ein "Hase" entschlüpfen will.
Und Harald ist ihm tatsächlich lieber ... )

So, noch habe ich 50 Kleidungsstücke nicht als Einschränkung empfunden.
Tag 1 also geschafft.


Weg sind 2014:
Kram: 155 kg
Kilos: 900 Gramm

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