Worum es hier geht

Donnerstag, 6. Februar 2014

Step to the beat

yep, ich habe den Wiegetag versäumt.
Um ehrlich zu sein, habe ich sogar Mount Waage bestiegen, habe mein Gewicht gesehen und die Zahl dann mit Hilfe von 2 Tassen Kaffee umgehend wieder verdrängt.
Doch, ich kann das.
Dafür brachte die Post mir Dienstag ein neues Spiel für meine Wii.
Womit ich erstmals eklatant gegen meine Shopping-Diät verstoßen habe.
(immerhin habe ich gerade 4 Wii-Spiele verkauft, die niemand (mehr) von uns gespielt hat.)
Mein neues Spiel heißt "Step to the beat" und wurde mir empfohlen, weil mir bei der Wii fit ausgerechnet die Fahrradtour über die Insel so gefällt.
Also, eigentlich steht man auf dem Wii-Brett auf dem Boden und man läuft noch nicht einmal so richtig auf der Stelle, sondern hebt nur die Fersen an, wenn man es ganz richtig machen möchte.
Bei diesem neuen Spiel, läuft man im Takt von anfangs nur 3 Liedern durch eine nächtliche Gegend, in der überall kleine Ballons schweben. Diese kann man anklicken und dann verwandelt sich der Ballon in Laternen, Palmen, Laubbäume (das sind die häufigsten Ballons). Aber es gibt auch Häuser, Brücken, Blumenwiesen, Autos. Allerdings muss man alles "bezahlen" und zwar mit Schritten.
Das ist laut meiner Tochter alles völlig geistlos und nervig, aber mich hält es stundenlang beschäftigt.
Mein Schrittzähler ist völlig begeistert, weil ich nun gestern und vorgestern jeweils auf knapp 30.000 Schritte kam.
(das sind keine echten Schritte!, sagt meine Tochter)
Ich habe allerdings auch die Hunderunden wieder selbst unternommen, da es nicht mehr so bitter kalt ist und mir meine Lunge draußen nicht mehr gleich Probleme bereitet, wie sie das bei Eiseskälte so gerne antut.
(einfach flacher atmen! * Ha! Sobald ich mich bewege, MUSS ich tief atmen ...)
Ich war früher schon ein Fan solcher Spiele, bei denen man Städte, Hotels oder sonstwas aufbaute und spielte sie aber immer so, dass es keinerlei Angreifer oder Probleme, dafür aber ein erstaunliches hohes Anfangskapital gab.
Egal ... gestern fand ich heraus, dass man sogar einen riesigen Regenbogen bekommen kann und bin völlig glücklich stundenlang auf meinem Wii-Board herumgelaufen.
Meine Kinder sind gelegentlich vorbeigekommen und haben versucht zu erkennen, was Mutti an diesem Unsinn so fesselnd findet. Allerdings passten sie gut auf, sich darüber nicht zu abwertend zu äußern, damit ich schön weiter auf dem Board herumtrample.

Abends guckte ich mir natürlich die Biggest Loser an.
(ein paar Minuten verpasste ich doch glatt, weil ich noch ein Haus zusammengelaufen hatte (600 Schritte))
Unter den Teilnehmern ist diesmal eine junge Frau, die also ihren 18. Geburtstag in diesem Abspeck-Camp feiern durfte.
Ist das nicht ganz gruselig deprimierend?
Ach, meinen 18. Geburtstag habe ich damals in so einer Reality-Serie gefeiert, in der Dicke öffentlich blamiert und zum Abnehmen gepeitscht wurden.
Gestern gab es wieder Wassergymnastik vor Unterwasserkameras, damit der geneigte Zuschauer mit wohligem Grausen den wogenden Fettmassen zuschauen kann.
In den USA endete gerade die letzte Staffel mit dem Sieg von Rachel Fredrickson, die sich in der Show gekonnt ins Untergewicht hungerte. Sie hungerte sich von 117 kg auf gerade mal 47 kg runter. So sehen Sieger aus?

Allein der Umstand, dass sie gewonnen hat, zeigt wie verdammt zynisch die Show ist, denn es gewinnt nicht derjenige, der zu der gesündesten Lebensweise, dem gesündesten Gewicht oder so findet, sondern schlicht derjenige, der prozentual am meisten Körpergewicht verliert.
So kam auch Paride, der Gewinner der letzten Staffel, mit gerade mal noch 63 kg auf die Bühne und hatte sich damit halbiert und sah ziemlich gruselig aus.
Ach ja, die Amis und das Gewicht anderer Leute.
Ich glaube, dass es unmöglich ist, ein Idealgewicht zu haben.
Rachel ist also Anlass für ein wahres Twitter-Gewitter da sie "zu dünn" ist - und im gleichen Moment wird aber die Schauspielerin Jennifer Lawrence (und ein paar Hundert andere ...) für ihr "Übergewicht" fertig gemacht.
Sehr lustig.
Und doch eine ganz hervorragende Ausrede, warum ich mich gestern nicht dem Waagen-Terror gebeugt habe.
:)
Entrümpelt habe ich auch nicht.
Heute werde ich mal schauen, dass mich das Wii-Board nicht zu lange beschäftigt ...



Weg sind 2014:
Kram: 146 kg + 1.500 Gramm Ebay
Kilos: 800 Gramm

1 Kommentar:

  1. Hallo hey wie toll dass noch jemand auf das Spiel abfährt. Ich auch. Habe sie die letzten Jahre mindestens 3x erbaut. Habs wieder angefangen. Wenn du Fragen hast, gerne an mich.
    Muss los, steppen gehen ;-)

    http://karladil-blog.blogspot.de/

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