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Samstag, 11. Januar 2014

Dänemarks Aufbruch in die Moderne

gestern:
Schritte: 3.952
versandt: 3,2 kg Ebay-Krams + Kommode
Ruhe: 0.49 Uhr

Ups, wo ist denn der Tag geblieben?
Egal, schreib ich mal schnell was gestern anstand.

Wir waren in der nächsten wirklich großen Stadt, die sozusagen auch gleich das nächste Bundesland ist.
Während meine Tochter sich vorstellte und testen ließ, guckte ich mir Dänemarks Aufbruch in die Moderne an, der lustiger Weise im Keller der Kunsthalle stattfindet.
Oder fand, denn am 12.01. ist Schluss.
Wunderschöne Bilder und ich hatte mehr als 3 Stunden Zeit zu gucken.
Ich habe keine Ahnung von Kunst, ich gucke nur gerne.
Ich mag Kunst, die in schwere Goldrahmen passt.
Wenn die Farben und Materialien schön sind, oder mich die Werke grinsen lassen, mag ich auch moderne Kunst.
Aber ich gehöre zu den Banausen, die Wunst von Kunst nicht unterscheiden können, auch die Grenze zwischen Kunsthandwerk und Kunst könnte ich nicht sicher ziehen.
Muss ich ja auch nicht.
Aber mich ziehen Museen magisch an.
Malen kann ich übrigens auch nicht.
Seit der Lektüre des kleinen Prinzen male ich Kartons und behaupte, das Gewünschte sei darin.
Kartons bekomme ich hin.
Auch mein Farbempfinden ist eher ... ich denke mal, ich habe einen Geschmack wie eine Kuh und ich mag noch dazu, wenn es glitzert.
Darum bin ich sehr weiß eingerichtet. Weiß passt zu allem, vor allem zu weiß.
Ah, die Bilder gestern.
Gezeigt wurden Teile der Sammlung Hirschsprung.
Reicher Däne, der nicht nur eifrig Kunst sammelte, sondern auch Künstler förderte und unterstützte.
Seine Sammlung schenkte er dem Staate Dänemark, der sie erst aber gar nicht haben wollte, weil Herr Hirschsprung darauf bestand, dass seine Sammlung ein eigenes Gebäude bekäme.
Irgendwann möchte ich mir die Sammlung noch einmal in Kopenhagen anschauen.
Viele Bilder am Strand und viele, auf denen ich das Licht einfach wunderschön ... und so weiter.
Wegen der Shopping-Diät habe ich schweren Herzens darauf verzichtet, den Ausstellungskatalog zu kaufen.
Die Farben im Katalog sind aber auch nicht annähernd so faszinierend, wie die der Originale.
Da noch Zeit war, fuhr ich in das Obergeschoss hoch, wo sich eine Ausstellung von Eva Hesse befindet.
An Eva bewies sich wieder mein fehlender Kunstsinn:
mir gefielen die Farben und Materialien nicht, ich verstand keine Aussage und merkte, wie meine Entrümplungsreflexe ansprangen.
Ein fachkundiger Blick und mir war klar, dass nichts für Ebay dabei war, auch nichts fürs Kaufhaus Mehrwert.
Lediglich Abfallhof und Altpapier.
Ich hätte das Obergeschoss in ca 2 Stunden entrümpelt.

Allerdings klingelte nun mein Handy und ich spurtete ins Treppenhaus.
Wenn der Termin meiner Tochter Erfolg hat, wird sie nach dem Sommer dort studieren ... und wohl auch wohnen.
Sollte ich plötzlich beginnen, hier Aktbilder von mir zu veröffentlichen um die Werbeeinnahmen zu steigern, wisst Ihr, dass das mit dem Bafög nicht geklappt hat ...
Keinen Unterhalt und kein Kindergeld mehr für sie zu bekommen, dafür aber vermutlich (und hoffentlich) an den Wochenenden besucht zu werden, damit die Wäsche gewaschen und der Kühlschrank leer gefuttert werden kann ... ich habe vor Monaten so ein Glückslos gekauft und hoffe seither auf die Sofortrente ...

Entrümpeln
Vor der Fahrt in die große Stadt, hatte ich noch ein Paket mit Puzzeln verschickt - 3,2 kg
und abends kamen zwei Männer, drückten mir eben das Geld in die Hand und schleppten die Kommode von dannen.
Vorher hatte ich meinen Sohn gebeten, herauszufinden, was sie denn wöge.
Er holte eine Waage vom Dachboden und stellte die Kommode auf 2 Waagen.
Mit der einen Waage hätten wir auch ihren Körperfettanteil messen können ...
"50,7 kg", teilte er mir mit.
"Soll ich die 2. Waage wieder hoch bringen, oder möchtest du dich vorher auch noch wiegen?", fragte er spitz und duckte sich, weshalb mein Hausschuh auf den Ofensims flog.
Pah ...

Ab morgen wird übrigens geshreddert ...


Weg sind 2014:
Kram: 105,2 kg
Kilos: + 400 Gramm

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