Worum es hier geht

Freitag, 13. Dezember 2013

von aufgeräumten Schuhschubladen

gestern:

Schritte: 11.252
Geräte: ./.
geräumt: 2 Schuhschubladen
weggeworfen: 4,9 kg Schuhe
Ebay: 3 Bücher und eine DVD
Wellness: ./.
Kultur: Hitchcock- ich beichte
Ruhe: 22.43 Uhr


aufgeräumt:
die Schuhschubladen
ab in den Schuhcontainer 4,9 kg Schuhe

Gestern konnte ich sehr merken, wie gut mir so eine Projekt-Idee tut.
Kaum wurde es draußen dunkel, senkte sich eine bleierne Müdigkeit auf mich herab und all meine guten Vorsätze, noch auf das Laufband zu gehen, verschwanden zugunsten des Wunsches, auf die Couch zu gehen und geistlose Serien zu gucken.
Ohne Tageslicht, funktioniere ich einfach nicht.
Mein Töchterlein hatte dann noch die gute Idee, Tee zu kochen und einen schönen alten Hitchcock-Film zu gucken.
Verlockend.
Ich sagte auch zu, räumte aber doch erst noch beide Schuhschubladen aus, saugte sie und drückte der Tochter dann noch den Staubsauger in die Hand, damit sie bitteschön einmal staubsaugen konnte, während Mutti die Schuhe sortierte.
Ich sortierte alle Fehlkäufe in die Kiste für den Schuhcontainer und alles, was zu abgetragen oder vom Hund zernagt war, gleich raus in die Mülltonne.
Die Fehlkäufe ... ja, Schuhe, die erst mal wunderbar preiswert oder nett und unverzichtbar wirkten, dann aber doch nahezu ungetragen die Schubladen verstopften, da sie entweder unbequem oder unpraktisch waren.
Dicke Füße können sich sehr energisch über den einen oder anderen Schuh aufregen ...
In den Schubladen sind übrigens meine Dorf-Alltagsschuhe.
Pumps und High Heels dürfen, egal wie unbequem oder untragbar sie mit meinem derzeitigen Kampfgewicht auch sein mögen, auf ihrem Ehrenplatz in meinem Schlafzimmer bleiben.
Die empfinde ich eher als Deko und Motivationsmaterial.

Danach gab es dann Hitchcock und Tee.
Geht doch nahezu als Kultur durch, oder?
Danach gab es Pomelo und Criminal Minds.
Pomelo ist übrigens mein Rettungsanker gegen Heißhunger.
Naja, eher eine Bremsspur.
Man ist so beschäftigt, erst das Netz, dann die Plastikfolie aufzuschneiden, dann die dicke Schale aufzuschlitzen, die dicke weiße Haut abzuziehen und dann Spalte für Spalte aufzuschneiden und das Fruchtfleisch herauszubrechen.
Dazu mag ich den Geschmack sehr gerne und die Dinger sind gesund und kalorienarm.
Ich muss gleich wieder welche nachkaufen, denn das war gestern die letzte.
Jeden Abend überfällt mich dieser komplett nutzlose Heißhunger, der scheinbar gleichzeitig ein paar Regionen meines Hirnes ausschaltet, denn fast immer folge ich ihm brav und begebe mich auf die Nahrungssuche.
Gruselig.
Kommt mir nicht mit Disziplin ...
Statt des Nutella Glases dann eine Pomelo mit ins Wohnzimmer zu schleppen, ist schon eine Höchstleistung.
(oder zur Tanke zu fahren und so ein Halbliter-Becherchen Ben & Jerrys zu kaufen, Amaretto drüber zu kippen und einfach nur glücklich zu sein ...)(Cookie Dough, übrigens)
Nach der Pomelo und vor dem Zähneputzen, plünderte ich tatsächlich noch die nächsten Tage meines Adventskalenders und drückte sie sorgfältig wieder zu.
Böse ...
Aber wirklich peinlich wird es erst, wenn man die Türchen der Kinder plündert, sorgfältig wieder zudrückt und am nächsten Tag unschuldig guckend zuschaut, wie sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen.
Habe ich nicht gemacht, nein!

Gemacht habe ich dagegen mittags eine lange, lange Hunderunde durch den Nebelwald.
Ein Wetter wie eine gebundene Graupensuppe. Grau in Grau in Grau und leiser Nieselregen.
Die Runde hat ca 7.000 Schritte und ich bin immer wieder froh, dass ich nicht Teilnehmer an so einer Qualshow bin, wie ich sie zu gerne gucke.
Neben Castings wird es immer beliebter Dicken beim Abspecken zuzuschauen.
Je höher das Anfangsgewicht, desto besser.
Biggest Loser, extrem schwer ...
Und jedesmal haben die da sehr einschüchternde Bewegungsprogramme.
Nix für mich ... ich muss schon bei einem einfachen Waldspaziergang dauernd mal stehen bleiben und wenn ich mit einer Freundin gehe und gleichzeitig auch noch rede, werden die Pausen noch häufiger.
Sie weiß es zu schätzen, dass sie immer dann zu Wort kommt, wenn es bergauf geht, wobei bergauf bei meinem Gewicht schon all das ist, was eben nicht ganz eben oder bergab ist.
Ich merke das sofort an meinen Oberschenkeln und meiner Atmung.
Ganz praktisch bei einer Wattwanderung, weil man dann gut mitbekommt, ob man gerade eine Sandbank erklimmt und die Gefahr besteht, dass hinter einem gleich schon mal die Flut einläuft.
Ansonsten erkenne ich kaum einen Nutzwert darin.

Heute habe ich mein Aufräumprojekt mal bescheiden gehalten:
Mein Blick fiel auf dem Dachboden auf diesen Karton.
Spontan habe ich ihn geknipst und zum Aufräumprojekt für Freitag den 13. erklärt, denn ich muss aufpassen, dass ich noch all meinen anderen Kram neben der Bewegung und dem Entrümpeln schaffe.


Ich habe mit einer Freundin telefoniert und ihr erzählt, dass ich für 2014 umfassende Lebensverbessernde Maßnahmen plane.
Ok, ich nannte es "improvement".
Und sie nannte es ein Happiness-Projekt und dass ich dann auch noch die Faktoren Kultur und Sex aufnehmen muss.
(darum mein Pochen darauf, dass Hitchcock Kultur ist)
Den Sex habe ich umgehend zugunsten von Wellness gestrichen.
Gut, ich werde meinem Körper nun bewusst täglich irgendwas Nettes gönnen, aber das muss in meinen Augen kein ... Mann sein.
Und meine Kinder würden mich erwürgen, wenn Mutti hier über fleischliche Gelüste bloggen würde, die keine kulinarischen Hintergründe hätten.

Weg sind:
Kram: 5,3 kg
Kilos: 0,7 kg

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