Worum es hier geht

Sonntag, 15. Dezember 2013

Jäger erschießt Pony ...

gestern:
Schritte: 6.798
Geräte: ./.
geräumt: 1 Karton
weggeworfen: 3,2 kg Schraubgläser
Ebay: ./.
Wellness: ausgiebige Maniküre
Kultur: ./.
Ruhe: 22.30 Uhr

aufgeräumt:

der Karton vom Dachboden und noch ein wenig drumherum
Also, in dem Karton waren Gläser und Flaschen, die ich aufgehoben hatte,
weil man darin sicher irgendwann etwas einkochen könnte.
Die Sache ist nur, dass wir mittlerweile sehr viel mehr Gläser aufheben,
als ich dann im Sommer befülle.
Aus dem Karton habe ich also alle wirklich schönen Marmeladengläser und schöne Flaschen heraus genommen und in das entsprechende Regal sortiert.
Da der Karton dann recht leer war, habe ich aus dem Regal dann gleich mal wieder die Schraubgläser herausgenommen, die dort schon länger standen und mir im Endeffekt doch nie schön genug waren um sie zu benutzen.
(ich habe auch noch reguläres Altglas weggebracht, aber das habe ich hier nicht mit gewogen)

Insgesamt habe ich gestern etwas ... durchgehangen und getrödelt.
Meine Mutter schickte mir zig Anfragen zu irgendwelchen Facebook-Spielen
und als gute Tochter ist man natürlich regelrecht verpflichtet, solche Anfragen bevorzugt und sorgfältig zu beantworten.
Natürlich ist es für meine Mutter schöner, wenn ich ihr nicht nur Herzen, Bohnen und und und ... schicke, sondern selbst auch eine Runde spiele. Ich tue das also aus rein töchterpflichtigen Gründen.
Ich ballerte ein wenig mit Papa-Birnen auf Obst und Nüsse (fragt nicht ...)
weckte schlafende Vögel und befreite eingefrorene Pinguine im Märchenland
rettete Haustiere
und wurde Held auf einer Farm
nein, nicht Farmville - irgendwo habe ich dann doch Grenzen ...

Und als ich aufschaute, konnte ich schon fast den Sonnenuntergang erahnen.
Oh, Hölle!
Ich sprang auf, schnappte mir die Hunde und das Altglas,
fuhr am Container vorbei und dann in die Feldwege, um meinen Hunden und mir dort noch Auslauf zu verschaffen,
bevor es dunkel würde.
Nach ein paar Minuten kam ich zu einer schönen großen Weide, auf der ich meinen Hunden ihren heißgeliebten Ball werfen wollte.
Im nächsten Moment krachte in meiner gefühlt unmittelbaren Nähe ein Schuss.
Ich keuchte vor Schreck laut und hätte mir fast ... in die Hose ... Ihr wisst schon.
Mir kam umgehend der Artikel in den Sinn, den ich morgens gelesen hatte.
Jäger erschießt Pony
Der Mann hatte versehentlich auf einer Weide bei einem Reiterhof ein Pony erschossen, das er für ein Wildschwein gehalten hatte.
Im ersten Moment hatte ich Angst um meine Hunde,
im nächsten Moment hatte ich panische Angst um mich - und die Hunde!
Ich hatte eine beige Jacke an und es war nicht nur dämmerig, sondern auch den ganzen Tag schon furchtbar nebelig gewesen.
"Furchtbar" erst in diesem Moment - eigentlich mag ich Nebel - aber nicht, wenn sich in meiner Nähe so ein schießwütiger Mitmensch aufhält, der mich mit einem Reh verwechseln könnte.
Ja, ok, oder einem Nashorn, aber die sind hier doch seltener anzutreffen.
Oder ein Rind.
Panisch rief ich meinen Hund.
Knut!
Ha! Klingt doch wie "Muh!"
Ich rief noch einmal - was meinen Hund verwirrte, der quasi auf meinen Füßen stand.
Außerdem, wenn ich ständig nach meinen Hunden rief, lockte ich damit nur Leute an, die mir erzählen würden, dass sie dort an die Leine gehören. (tun sie nicht, ich habe mich erkundigt und auf diesen Feldwegen dürfen sie laufen)
Im Gegensatz zu dem Unbekannten mit dem Gewehr, jagen die beiden eh nicht.
Wirklich nicht - kein Jagdtrieb.
Ich wollte jedenfalls nur noch schnell zurück zum Auto.
Konnte kaum atmen vor Panik und erwartete jederzeit einen dumpfen Schlag und dann ... Blut.
An mir oder meinen Hunden.
Statt erneut Knut zu rufen, begann ich zu singen.
Bestimmt Klasse:
durch den Adrenalinschub war ich noch kurzatmiger, als ich sonst schon bei Spaziergängen bin
Meine Stimme ist auch im Idealfall ... unschön.
Aber meine Angst vor der nächsten Kugel hätte mich sogar vor Dieter Bohlen singen lassen.
"Yellow Submarine" übrigens.
Ja, so ein gut gepanzertes U-Boot hätte ich jetzt gerne gehabt.
Ich hastete mit den Hunden Richtung Landstraße und Auto zurück und sang
We all live in a *keuch* yellow subarine *keuch* yellow submarine *keuch* yellow submarine.
In the tauuuuuun *keuch* wäh Ei wos boooooon *keuch*
liwd ä Määään *keuch* ...
Endlich befand ich mich auf der Spurbahn, die zu der Landstraße führte.
Ich wähnte mich fast in Sicherheit, als hinter mir plötzlich ein Jeep aus dem Wald gerast kam.
Panisch rief ich nach meinen Hunden.
Zu streng in der Stimme und prompt machte meine Hündin das, was sie immer macht, wenn sie mein Ton einschüchtert:
sitz!
Sitz!, so glaubt sie, passt immer.
Jedenfalls bin ich meist froh, wenn sie irgendwas macht, wenn ich ein Kommando gebe und mit Sitz! macht sie meist gute Erfahrungen.
Entsetzt zerre ich sie von der Spurbahn an den Wegesrand, als auch schon der Jeep an uns vorbeiprescht.
Ja, sind denn heute nur Deppen unterwegs?
Im nächsten Moment geht mir auf, dass in dem Jeep vermutlich ein frustrierter Jäger sitzt, der keine Beute machen konnte, weil da irgendso eine militante, dicke Tierschützerin plötzlich mit schauderhaftem Gesang das Wild verjagt hat!

Im Auto habe ich jedenfalls erst einmal hysterisch gelacht und konnte damit auch während der Rückfahrt nicht aufhören.
Gruselig ... daheim fand ich bei meiner Recherche dann diese Seite:
Jagdunfälle aktuell
Nachdem ich das gelesen habe, möchte ich eigentlich nur noch singend in den Wald!

Fast vergessen:
mein Aufräumprojekt des Tages war die Tüten-Socken-Servietten-Schublade im Geschirrschrank.
Diese Schublade muss ich regelmäßig entrümpeln, da meine Kinder den Begriff "Einzelsocke" gerne so auffassen, dass sie zwecks Arbeitserleichterung schlicht alle Socken dort hinein stopfen, deren Partner sie beim Wäsche Sortieren nicht sofort sehen.
Und ich stopfe alle Tüten hinein, denn die kann man immer mal brauchen (wie man sieht, nicht)
Spätestens, wenn meine eigentliche Sockenschublade seltsam leer ist, da ich fast nur schwarze Socken habe und die kann man ja wahnsinnig schlecht unterscheiden und darum -> ab in die Schublade - nehme ich mir diese Schublade also vor.
Ihr werdet sie in 2014 bestimmt öfter mal sehen ...
Diesmal entsorgte ich:
241 Gramm Einzelsocken (entweder tatsächlich einzeln, oder schäbig)
198 Gramm Tüten
511 Gramm Platzsets
erst überlegte ich noch, ob ich sie bei Ebay einstelle, aber dann übernachtete der Kater darauf und ... -> Müll



Weg sind:

Kram: 9,45 kg
Kilos: 1 kg

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