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Freitag, 20. Dezember 2013

extrem schwer - Marion

gestern:
Schritte: 3.435
Geräte: ./.
geräumt: besagter Korb
weggeworfen: 5,6 kg aus dem Korb
Ebay: 2 Schals
Wellness: ./.
Kultur: ich fürchte, "extrem schwer" zählt nicht ...
Ruhe: spät


Da ich Mittwoch unterwegs war, habe ich mir die verpasste Folge "extrem schwer" online angesehen.
Gruselig.
Marion, die Abnehm-Kandidatin dieser Folge, hatte entweder eine Mutter, die direkt aus der Hölle in den Kreißsaal geschickt wurde, oder eine satte Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Bei zu viel Schicksal, tippe ich mittlerweile schnell auf Zweiteres.
Ich kenne jemanden mit Borderline. Eine eher verstörende Erfahrung, kann ich nur sagen. Jemand, der so viel erlitten hat, der von so vielen Menschen übelst mitgespielt wurde und bei der man sich regelrecht verpflichtet fühlt, viel Zeit, Geduld und Verständnis aufzubringen und vieles zu verzeihen, weil sie alles immer durch erlittenes Leid entschuldigen kann.
Bis man sich selbst plötzlich als böse Fee in ihrer Märchenwelt wiederfindet, weil man einmal keine Zeit für sie aufbringen konnte.

Seither habe ich ein unheimliches Faible für fröhlich oberflächliche Menschen, bei denen der schlimmste Schicksalsschlag ein abgebrochener Fingernagel war ...

Na jedenfalls, die arme Marion hatte eine gruselige Kindheit voller Vernachlässigung, sexuellem Missbrauch und Hunger.
Dann einen gewalttätigen Ehemann und während des "extrem schwer"-Jahres bekam sie auch noch Krebs.
Verständlich, dass sie darum von ihren 163 kg nur 45 kg abnehmen konnte und am Ende der Sendung dennoch frenetisch als "neue Marion" gefeiert wurde.
Felix Klemme war ihr in der Sendung (leider) nicht nur Diätcoach gewesen, sondern gleich auch noch Therapeut, mit dem sie nicht nur wund reibende Gespräche führte, sondern der sie dann gleich auch noch zu ihrem früheren Elternhaus begleitete, in dessen Nähe sie einen (vor der Kamera geschriebenen) Brief an ihre Mutter und Kram begrub.

Bei den Psycho-Stellen der Serie hatte ich dann lieber meinen gemütlichen Sofa-Platz verlassen und die Spüle ausgeräumt.
Am Ende der Sendung reichte mir auch ein Blick auf die neue Marion und die Gewichtsverlust-Angabe und *zack* knipste ich aus, bevor weiteres, Dramatisches kommen konnte.

Danach war ich platt und alle ... und spürte den Vorteil meines Blogs, denn nur um heute erwähnen zu können, dass der Korb entrümpelt ist, habe ich tatsächlich damit begonnen ... und zu meinen Erstaunen auch geschafft, ihn leer zu räumen.
5,6 kg Kram sind nun in der Mülltonne:
1 kaputter Schirm
1 Ladekabel (wovon auch immer)
2 defekte Taschenlampen
1 Tuch
1 Stirnband
1 Brillenputztuch
2 Sonnenbrillen (oder 3-D-Brillen?)
Altkleider (eigentlich mein Flickkorb, aber ... "Altkleider" und weg ...)
1 Schal
1 defekter Schuhlöffel
1 defekte Hundeleine
1 schäbiges Hundehalsband

2 Schals, die ich mal auf einem Kunsthandwerkermarkt gekauft, aber niemals getragen habe, stellte ich umgehend bei Ebay ein.
Ich bin gespannt, ob sie Käufer finden.
Für das Foto hatte ich sie auf ein weißes Tablett gelegt und Freunde lästerten direkt über die Fotos:
Ute: Lol, der sieht aus wie sehr seltsames Essen...
Nathaly: Ich dachte auch erst Spinat-Rote Beete-Carpaccio
Ulla: Sorry, aber mir gings ebenso
Ich habe "gedroht" bei Facebook zu schweigen, bis die Schals verkauft sind - und zu meinem Erstaunen gibt es sogar ein Gebot auf den blauen Schal.

Die ersten Auktionen sind nun auch schon durch - zu meiner leisen Freude keine 1,- Euro-Auktionen.
Das erste Buch habe ich gleich gestern versandt - 627 Gramm
Für ein weiteres Buch + DVD (482 Gramm) ging abends die Zahlung ein und ich versende es heute noch.

Das Entrümpeln mit dem Abnehmen zu kombinieren, hat in Sachen Motivation übrigens Vorteile.

Weg sind:
Kram: 16,907 kg + 482
Kilos: 0,7 kg

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