Worum es hier geht

Montag, 16. Dezember 2013

das große Los

gestern:
Schritte: 9.552
Geräte: ./.
geräumt: Sonntag :)
weggeworfen: ./.
Ebay: ./.
verschenkt: 1 Bücher-Fehlkauf - 1.226 Gramm
Wellness: ein Glühwein am Meer
Kultur: ./.
Ruhe: 0.43 Uhr

Gerade wollte ich von den Vorzügen des frühen Zu Bett Gehens berichten, als mir bewusst wurde, dass auch 0.43 Uhr nicht früh im eigentlichen 22.30 Uhr Sinne ist. Es erschien mir lediglich früh, da ich auch gestern problemlos die Nacht wieder hätte zum Tage machen können.
Glücklicherweise waren wir aber am Meer gewesen und nach einem Strandbesuch kann ich immer schlafen,
muss sogar aufpassen, dass ich nicht bereits auf der Rückfahrt damit anfange ...

Geräumt habe ich gestern nichts, da Sonntag war und ich als Freiberuflerin schwer aufpassen muss, nicht einfach 365 Tage rund um die Uhr zu arbeiten.
Stattdessen haben wir sogar einen schön altmodischen Sonntagsausflug gemacht.
Mein erwachsenes Töchterlein weckte mich mit Kaffee und der halb entsetzen Frage, was ich bitteschön mit ihrem Schlüppi machen würde. Ihr wisst schon, Unterwäsche ...
Nun, ich hatte nach der Abwasch-Kühlschrank-Herd-Aktion auch noch Wäsche gefaltet und dies war das einzige Wäschestück von ihr dabei. Kurz hatte ich überlegt, ob ich sie um 3 Uhr morgens damit wecke, dass ich ihre Unterwäsche in ihren Schrank räumte, aber irgendwas sagte mir: lass das!

Also räumte ich nur alle anderen Wäscheteile von meiner Tagesdecke in die jeweiligen Schränke und legte ihren Schlüppi auf meinen Nachttisch, auf den sie mir nun gerade meinen Sonntags-Kaffee stellen wollte.

Kommen wir nun also zu ihrer halb verwirrten Frage zurück, die ich damit beantwortete, dass ich mir besagtes Wäschestück an die Wange hielt und meinte,
"ach weißt du, damit schmuse ich immer ein wenig, wenn ich mich einsam fühle!"
"Manchmal bist du seltsam! Sehr sehr seltsam!"
behauptete sie und schaute sich interessiert die beiden Kleider an, die noch außen am Schrank hingen.
Um diesen "Seltsam-Eindruck" nicht zu vertiefen, sagte ich ihr NICHT, für wessen - oder überhaupt - Beerdigung ich da eingekauft hatte, sondern lächelte hold, nippte an meinem Kaffee und schlug vor, ans Meer zu fahren ... - ... mittags.
"Dann müssen wir aber aufstehen! Jetzt!", meinte sie, denn es WAR bereits Mittag.
Kurz nach Kaffee drehte ich also eine 4.000-Schritte Runde mit den Hunden und dann ab ans Meer.
Erst lecker und nahezu Low Carbig Fisch gegessen (die Bratkartoffeln dazu waren natürlich böse, aber lecker) und dann in der Dämmerung noch einen kleinen Weihnachtsmarkt besucht, mit "Laaaaast Christmas ...", Punschbuden und Feuerkörben, an denen Kinder ihr Stockbrot buken.
Ja, der Glühwein war auch böse.
Da ich aber sonst komplett auf Alkohol verzichte, habe ich keinerlei schlechtes Gewissen.
Ein Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt am Meer - das hat Charme, den genieße ich und habe dann auch wieder genug Alkohol für Wochen gehabt.
Dennoch ... auf der Waage war ich heute nicht.

Dafür bin ich mit Meike Winnemuth nun schon fast wieder in Hamburg angekommen.
In "Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr
" beschreibt sie, wie sie nach einem großen Geld-Gewinn ein Jahr lang jeweils einen Monat in 12 verschiedenen Städten dieser Erde lebte.
Zu Beginn des Buches beschloss ich umgehend, dies nach dem Auszug meiner Kinder auch zu tun.
Aber nach nur 4 Städten, empfand ich so für mich, dass ich lieber jedes Jahr 3 Monate irgendwo anders leben möchte.
Auf November, Dezember, Januar ... oder so, könnte ich hier ganz gut verzichten.
Kalt, grau, nass.
Es macht Spaß, sich so etwas durch den Kopf gehen zu lassen.
Ich bin gespannt, ob und was ich dann tatsächlich mal mache.
Derzeit grübel ich, ob ich das Buch behalte oder verkaufe.
Hm, bei Ebay geht gerade eines für über 10,- Euro über die Theke ... ich glaube, ich habe mich entschieden ;-)

Außerdem ... fast vergessen ... geht gleich ein Buch mit zur Post, das ich spontan der Tochter einer Autorin aufs Auge drücke, die folgendes gepostet hatte:

Mir kam gleich dieses Buch in den Sinn, das ich für einen bestimmten Zweck zu spontan gekauft hatte.
Es passte einfach nicht und ... lag rum.
1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro (fast): Wie ich es trotzdem geschafft habe von Frau van Laak, kann ich übrigens nur empfehlen.
Ich hatte befürchtet, es sei so eine Selbstmitleidslektüre und wurde positiv von einer Frau überrascht, die einen Kinnhaken des Schicksals als Herausforderung annimmt und es am Ende so klingen lässt, dass man sie fast um den Ruin, das Scheitern ihrer Ehe und die damit verbundene Chance beneidet.
Sehr inspirierend für alleinerziehende Freiberufler ...
(oder evtl. auch einfach nicht glücklich verheirateten Müttern mit großer Angst vor einem Ausbruch aus der Tristesse)

Mein Räum-Projekt für heute muss klein sein, da ich nämlich einen Ausflug mit einer Freundin auf dem Tagesprogramm habe.
Sie hat überraschend heute frei bekommen und so fahren wir gleich spontan nach Lübeck ... nächster Weihnachtsmarkt.

And the winner is:
Meine Handschuh- und Mützenschublade
Derer habe ich 2 und ich werde versuche, auch bei Zeitknappheit nicht einfach alles in die 2. Schublade zu stopfen, was mich vor schwerere Entscheidungen stellt :)




Weg sind:
Kram: 10,676 kg
Kilos: 1,1 kg




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