Worum es hier geht

Samstag, 28. Dezember 2013

Das Dezember-Vorspiel

Über Weihnachten machte es *hach* und mich interessierten weder das Entrümpeln, noch meine Taille.
Ich legte die Füße hoch, guckte dusslige Serien, las und las und war träge.
Die Hunde zerrten mich einmal täglich vor die Haustüre, aber ansonsten ... nichts.

Ich denke, das muss auch mal sein und werde solche "Inselchen" 2014 auch hinnehmen.
Füße hoch, ausspannen und darauf vertrauen, dass die Entrümplungs-Reflexe nach kurzer Pause wieder einsetzen.

Wenn ich mal überlege, wie viel mehr Zeit man mit weniger Kram hat.
Wie viel weniger Zeit ich mit dem Aufräumen und Putzen verbrächte.
Und wie viel tiefer ich mich auf einzelne Dinge/Themen einlassen könnte, wenn ich sie
a) klarer sehen könnte
b) mehr Zeit für sie hätte
c) mehr Geld für sie übrig hätte

Irgendwo sah ich eine Sendung über "Experten", die Leuten beim Trödeln helfen.
Davon gab es auch eine Promi-Version.
Man kam in das Zuhause einer sehr netten, hübschen Schauspielerin und in mir machte es
"Baaaah!"
denn dicht an dicht und überall standen, hingen und lagen "Sachen".
Die wollte sie aber gar nicht loswerden.

In Geschäften sieht man wunderschöne Dinge, geschickt angestrahlt, sauber, neu, verlockend.
Man lässt sich verführen, kauft ein und stellt es daheim dann zu der Beute der letzten Jahrzehnte, wo das glitzernde Einzelstück aus dem Geschäft, dann einfach untergeht ... aber in den nächsten Jahren ständig geputzt und aufgeräumt werden muss.
Den Blick auf anderes verstellt und einen "beschäftigt".

Nach Jahrzehnten des "oh, das glitztert! das will ich haben!", werde ich hoffentlich nicht eben so lange brauchen, um mich hier auf das Wesentliche zu reduzieren.

Ich werde meine Konsum-Diät samt Entrümplungs-Aktion von 2012 also 2014 wiederholen.

Bücher

In den letzten Tagen wurde mir bewusst, dass ich auch meinen Bestand an Büchern erneut drastisch reduzieren werde.
Da die Kate so niedrige Wände hat, habe ich sehr wenig Stellfläche für Bücherregale.
Und ich bin nicht der Typ, der ein und das selbe Buch immer und immer wieder liest.
Mir schwebt vor, ein paar Lieblingsbücher zu behalten und mich ansonsten auf Kochbücher, Bildbände und Sachbücher zu beschränken.
Insbesondere die alten Kochbücher aus den 30er Jahren.

Schlaf

Über Weihnachten habe ich einen tollen Plan ausgeklügelt, mit dem ich künftig mehr schlafen werde.
Also:
zwischen 19 und 20 Uhr schlüpfe ich schon in meinen Schlafanzug und erledige das komplette Badezimmer-Programm.
Dann steht zwischen mir und meinem Bett am späten Abend nämlich nicht mehr meine eigene Trägheit, die mich bleiern noch für Stunden auf das Sofa nagelt, weil ich mich einfach nicht zum Waschen, Zähneputzen etc aufraffen kann.
Zu müde zum Schlafen Gehen.
Außerdem signalisieren die geputzten Zähne:
heute wird nichts mehr gegessen!

Ich finde mich sehr genial
... und wollte dies auch gestern gleich mal umsetzen, aber ...

... nach den trägen Tagen, packte mich dann gestern endlich wieder der "Räum" und ich nahm mir nicht nur endlich den Wäschekorb vor, in den ich das letzte Regalfach geschubst hatte, sondern ich leerte auch gleich noch den ersten "Quadranten" im Zweitzimmer meines Sohnes, das aus ... diversen Gründen leider auch meine komplette Büroausstattung beinhaltet ... und dadurch wohl regelrecht zum "Zumüllen" freigegeben wurde.
Auch der letzte Woche entsorgte Staubsauger stand zB in diesem Zimmer.

Ich schleppte einen Stapel aus 3 großen Kisten zum Esstisch, in dem mein Sohn seine Comics und mehr aufbewahrte.
Dann sortierte ich diese Comics nach Jahrgängen, knipperte die Gummierung ab, mit der die dussligen Gimmicks ursprünglich an das Heftchen gepappt wurden und die nun aber die Comics aneinander pappte.
Um die Lücken in den Jahrgängen zu schließen, nahm ich mir gleich auch noch eine Schublade im Sohnes-Zimmer vor.
Nun ist alles wunderbar nach Jahrgängen geordnet und auf seinem Schreibtisch warten ein Taschenrechner, zig Heft-Umschläge, sein Schulmäppchen und ein paar Schulbücher auf ihn.
Alles Dinge, die zusammen mit Dingen, die in den Müll wanderten, irgendwie mit in die Comics geraten waren.
Jungs ...
Natürlich könnte man argumentieren, dass ich krass in seine Privatsphäre eingreife.
Da ich bei meiner letzten Räumungsaktion aber auf die Mappe mit absolut all seinen DVDs und Computerspielen stieß, ist er meinen Übergriffen gegenüber sehr aufgeschlossen.
Ich lasse dies auch immer nur stattfinden, wenn er weit, weit weg ist und er meine Reaktionen auf so manches Fundstück nicht gleich abbekommt.
Heute möchte ich nämlich evtl. eine Kommode fotografieren und bei Ebay einstellen, die ich im Herbst schon komplett entrümpelt hatte.
Zu meiner Überraschung war eine der Schubladen wieder gefüllt:
haha ... da klopft das Mutterherz gleich ein wenig schneller ...
Ich habe via Email angefragt, ob ich die Flaschen ins Altglas geben darf, oder er sie aus sentimentalen Gründen aufbewahren möchte :)

Also, räum, räum, räum ... zig Hörbücher bei Ebay eingestellt ... räum, räum, räum
und um 3.41 Uhr morgens bin ich dann endlich ins Bett gegangen.

Und das Beste ist:
nach so viel Räumen und Sortieren, sieht es hier nun aus, als sei eine Bombe hochgegangen.
Eine Haar-Bombe!
Überall liegt nun etwas herum und alles ist dicht behaart.
Das mit den Haaren haben meine Hunde erledigt.

Jedenfalls werde ich heute also erst einmal wieder aufräumen und putzen, bevor ich weiter entrümpeln kann.

Und um 19 Uhr ziehe ich dann meinen Schlafanzug an ...


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